Erinnern und gedenken – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de Fri, 26 Oct 2018 13:06:32 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 https://segu-geschichte.de/wp-content/uploads/2017/09/cropped-segugeschichtelogo2-32x32.jpg Erinnern und gedenken – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de 32 32 Synagogen | zerstört? – vergessen? | Spurensuche „vor Ort“ https://segu-geschichte.de/synagogen/ Fri, 26 Oct 2018 12:54:31 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=19919 Judenverfolgung und Holocaust | Modul 3 | Lernen „vor Ort“ | Ausgrenzung und Verfolgung | ◻◻ mittel | ca. 90 min Bild links: Die Ende des 19. Jahrhunderts erbaute „Alte Synagoge“ in Chemnitz auf einem Foto von 1900 (Bildnachweis: Public Domain, Wikimedia) | Bild Mitte: Die zerstörte Synagoge auf einem Foto vom 10. November 1938. Die Ruine wurde in den folgenden fünf Tagen abgerissen, die Kosten von 35.905 der jüdischen Gemeinde in Rechnung gestellt. (Bildnachweis: dwt (CC BY SA 4.0), Wikimedia) | Bild rechts: Im November 1988 wurde am Stephanplatz, dem ehemaligen Standort der Synagoge, ein Gedenkstein eingeweiht. Aufschrift: „An dieser Stelle stand die im Jahr 1899 von Rabbiner Dr. Mühlfelder geweihte Synagoge. Durch faschistische Brandstifter wurde sie in der Pogromnacht am ... weiterlesen ...

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Judenverfolgung und Holocaust | Modul 3 | Lernen „vor Ort“ | Ausgrenzung und Verfolgung | ◻◻ mittel | ca. 90 min

Bild links: Die Ende des 19. Jahrhunderts erbaute „Alte Synagoge“ in Chemnitz auf einem Foto von 1900 (Bildnachweis: Public Domain, Wikimedia) | Bild Mitte: Die zerstörte Synagoge auf einem Foto vom 10. November 1938. Die Ruine wurde in den folgenden fünf Tagen abgerissen, die Kosten von 35.905 der jüdischen Gemeinde in Rechnung gestellt. (Bildnachweis: dwt (CC BY SA 4.0), Wikimedia) | Bild rechts: Im November 1988 wurde am Stephanplatz, dem ehemaligen Standort der Synagoge, ein Gedenkstein eingeweiht. Aufschrift: „An dieser Stelle stand die im Jahr 1899 von Rabbiner Dr. Mühlfelder geweihte Synagoge. Durch faschistische Brandstifter wurde sie in der Pogromnacht am 9. November 1938 in Schutt und Asche gelegt.“ (Bildnachweis: dwt (CC BY SA 4.0), Wikimedia).

 

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten im deutschen Reich die Synagogen. Etwa die Hälfte der vorher etwa 2.800 Synagogen und jüdischen Bethäuser wurden dabei zerstört und die Ruinen abgerissen. In den meisten anderen Synagogen wurde die Inneneinrichtung zerstört, die Gebäude blieben aber erhalten und wurden nach dem November 1938 anders genutzt – beispielsweise als Lagerhalle oder Abstellraum. 

Wenn du dich auf Spurensuche nach ehemaligen oder bis heute erhaltenen Synagogen in deiner Nähe machst, können fünf unterschiedliche Fälle auftreten:

Fall 1

Eine Synagogenbau, der vor 1938 gebaut wurde und heute wieder als Synagoge genutzt wird.

Beispiel:  Synagoge Köln Roonstraße – 1899 eingeweiht – 1938 ausgebrannt – 1959 wiedereröffnet – Foto von 2006 (Bildnachweis; Hans-Peter Schäfer (CC BY SA), Wikimedia, Bild anklicken)

Fall 2

Eine Synagogenbau, der vor 1938 gebaut wurde und heute anders genutzt wird.

Beispiel:  Synagoge Meschede – 1879 eingeweiht – 1938 Inneneinrichtung zerstört – Gebäude im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe teilweise zerstört – seit 1999 Bürgerzentrum – eine Hinweistafel weist auf die ehemalige Synagoge hin – Foto von 2009 (Bildnachweis; Machhan (CC BY SA), Wikimedia, Bild anklicken)

Fall 3

Ein Ort, an dem früher eine Synagoge stand, die 1938 zerstört wurde. An diesem Ort gibt es einen Gedenkstein oder eine Gedenktafel an die ehemalige Synagoge.

Beispiel:  Standort der  ehemaligen Synagoge Kiel Goethestraße – 1910 eingeweiht – 1938 zerstört und bis 1940 abgetragen – Mahnmal 1989 eingeweiht – Foto von 2011 (Bildnachweis; AlMare (CC BY SA), Wikimedia, Bild anklicken)

Fall 4

Ein Ort, an dem früher eine Synagoge stand, die 1938 zerstört wurde. Nichts erinnert heute mehr an die ehemalige Synagoge. Du findest „vor Ort“ keine Spuren mehr. Welche historischen Quellen kannst du finden (Fotos, Dokumente etc.)?

Fall 5

Eine Synagoge, die erst nach 1945 erbaut wurde. Manche dieser Synagogen stehen am Ort einer 1938 zerstörten Synagoge.

Beispiel:  Neue Synagoge Dresden – 2001 eingeweiht – steht an der Stelle der 1938 zerstörten Semper-Synagoge – Foto von 2004 (Bildnachweis; Nillerdk (CC BY SA), Wikimedia, Bild anklicken)

 

Aufgaben

1 | Dieses Modul könnt ihr am besten in Teams zu dritt oder zu viert bearbeiten! | Ihr sollt möglichst viele Informationen über ehemalige oder bestehende Synagogen in eurem Wohnort oder in der Umgebung recherchieren und sammeln. Wenn es mehrere Synagogen gibt, könnt ihr euch in der Klasse auch absprechen und jede Gruppe recherchiert zu einer anderen Synagoge. 

Für die Recherche gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am einfachsten ist es, du gibst zunächst den Namen deines Wohnortes zusammen mit dem Begriff „Synagoge“ in eine Suchmaschine ein. 

Es gibt einige Seiten, auf denen sich Informationen über die Synagogen und jüdische Bethäuser vor und nach 1938 finden. Wenn du mit Hilfe einer Suchmaschine nicht fündig wirst, kann dir zunächst folgende interaktive Karte helfen

Jewish Places | interaktive Karte

So kannst du herausfinden, wo es in der Nähe eine Synagoge gibt. Außerdem gibt es bei Wikipedia zwei Listen bestehender und 1938 zerstörter Synagogen. So kannst du versuchen, weitere Informationen zu finden

Wikipedia: Liste der Synagogen in Deutschland

Wikipedia: Liste der im Deutschen Reich von 1933 bis 1945 zerstörten Synagogen

Wenn du über ausreichende Englischkenntnisse verfügst, erhältst du weitere Informationen auch auf folgender Seite

Destroyed german Synagoges and Communities

 

2 | Wenn ihr die Recherche abgeschlossen habt, könnt ihr entweder ein Plakat oder eine Präsentation auf eurem Gerät erstellen. Dabei solltet ihr auch auf geeignete Fotos zurückgreifen. Versucht alle Quellen und zum Beispiel den Entstehungszeitpunkt der Fotos möglichst genau anzugeben. Berücksichtigt auch:

  • Was könnt ihr über den Verlauf des Novemberpogroms an eurem Wohnort herausfinden?
  • Welche Bedeutung spielt die Synagoge oder der Erinnerungsort bis heute? Häufig werden zum Beispiel am 9. November Gedenkfeiern oder Mahnwachen abgehalten. 

Stellt euch anschließend eure Ergebnisse gegenseitig vor. Mit den Plakaten könnt ihr auch eine kleine Ausstellung zusammenstellen.

Stichworte zum Modul Synagogen | Novemberpogrom 1938 | Mahnmal |  Nationalsozialismus | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Plakate

 

 

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Weihnachtsfrieden 1914 | einen Werbespot hinterfragen https://segu-geschichte.de/weihnachtsfrieden/ Fri, 19 Oct 2018 08:35:50 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=19862 Erster Weltkrieg | Modul 8 | Verstehen und urteilen | Geschichtsbilder hinterfragen | ◻◻ mittel | ca. 40 min  Fotograf: Schütze (Rifleman) R.W. Turner: „British and German soldiers fraternising at Ploegsteert, Belgium, on Christmas Day 1914, Front of 11th Brigade, 4th Division“ | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt.   Als im August der Erste Weltkrieg begann, glaubten die Soldaten aller am Krieg beteiligten Soldaten an einen schnellen Sieg. Die Propaganda versprach ihnen, „Weihnachten wieder zu Hause zu sein″. Doch seit dem Spätherbst 1914 wurde deutlich, dass von einem schnellen Sieg keine Rede sein konnte, denn die Fronten erstarrten im Stellungskrieg. Über das Kämpfen und Sterben der Soldaten in den Schützengräben kannst ... weiterlesen ...

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Erster Weltkrieg | Modul 8 | Verstehen und urteilenGeschichtsbilder hinterfragen | ◻◻ mittel | ca. 40 min 

Fotograf: Schütze (Rifleman) R.W. Turner: „British and German soldiers fraternising at Ploegsteert, Belgium, on Christmas Day 1914, Front of 11th Brigade, 4th Division“ | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt.

 

Als im August der Erste Weltkrieg begann, glaubten die Soldaten aller am Krieg beteiligten Soldaten an einen schnellen Sieg. Die Propaganda versprach ihnen, „Weihnachten wieder zu Hause zu sein″. Doch seit dem Spätherbst 1914 wurde deutlich, dass von einem schnellen Sieg keine Rede sein konnte, denn die Fronten erstarrten im Stellungskrieg. Über das Kämpfen und Sterben der Soldaten in den Schützengräben kannst du dich hier informieren. Im Winter war das Ausharren in den Gräben besonders hart.

An Weihnachten 1914 ereigneten sich bemerkenswerte Vorfälle an mehreren Frontabschnitten – vor allem dort, wo sich deutsche und britische Soldaten gegenüberstanden. Schaut euch zunächst das folgende Video an. Es ist ein 2014 veröffentlichter, aufwändig produzierter Werbespot einer britischen Kaufhauskette, der den „Christmas Truce“ (englisch: Weihnachts-Waffenstillstand) in Spielfilm-Qualität nacherzählt. Das Video dauert knapp dreieinhalb Minuten.

 

Werbespot: „Christmas Truce of 1914 – Christmas is for sharing“

 

Die Fraternisierung (also Verbrüderung) deutscher und britischer Soldaten zwischen dem 23. und dem 25. Dezember 1914 ist durch zahlreiche Quellen, darunter auch einige Fotos belegt. Die Soldaten feierten spontan zusammen, andernorts hielten sie gemeinsame Gottesdienste ab. Und tatsächlich sind mehrere Fußballspiele zwischen Briten und Deutschen überliefert. An der Verbrüderung sollen mindestens 100.000 Soldaten beteiligt gewesen sein. Aufgrund des großen Ausmaßes entschieden die Militärführer auf beiden Seiten, die aus ihrer Sicht unerwünschten Fraternisierungen nicht zu bestrafen. Allerdings wurden in den darauffolgenden Jahren im Vorfeld der Weihnachtstage harte Strafen für Verbrüderungen angedroht. So blieb der Weihnachtsfrieden von 1914 ein einmaliges Ereignis.

 

Aufgaben

1Nehmt euch etwa 20 Minuten Zeit zur Recherche von Informationen und notiert sie in Stichpunkten. Lies dir im Wikipedia-Artikel zum Weihnachtsfrieden 1914 die vier Absätze 24. Dezember – Feinde im NiemandslandEinzelne Ereignisse und ErinnerungenDas Ende des Waffenstillstandes sowie Konsequenzen durch. Wenn du noch Zeit hast, kannst du dir auch noch den kritischen Zeitungsartikel „Der «Weihnachtsfrieden» war keiner“ von Markus Pöhlmann in der NZZ (Neuen Zürcher Zeitung) durchlesen. 

 

2 | Anschließend sollt ihr die Drei-Wände-Methode durchführen. Eine Schülerin oder ein Schüler liest den ersten Satz unten auf der Liste laut vor. Jede Schülerin und je­der Schüler muss sich jetzt entscheiden und geht zu einer der folgenden drei Wände in eurem Klassen­zimmer:  

 

Wer dem Satz mit JA zustimmt, geht zur Türseite.

Wer dem Satz mit NEIN nicht zustimmt, geht zur Fens­terseite.

Wer UNENTSCHIEDEN ist, geht an die Rückwand.

 

drei-waende

 

Dann sollt ihr über den Satz diskutieren. Dafür braucht ihr z.B. eine leere Plastik-Trinkflasche. Wenn sich jemand meldet, werft ihm oder ihr die Flasche (vorsichtig!) zu. So organisiert ihr eine Meldekette. Beachtet: Nur wer die Flasche hat, darf reden! Wenn die Diskussion beendet ist oder sich im Kreis dreht, könnt ihr den nächsten Satz vorlesen. Wurden alle Sätze vorgelesen, könnt ihr auch eigene Sätze vor­schlagen.  

 

Satz 1  

Der Weihnachtsfrieden von 1914 ist zwar eine schöne Geschichte – aber mit Soldaten, die sich fraternisieren, kann man schlecht Krieg führen. 

Satz 2  

Der Weihnachts“frieden“ von 1914 ist zwar eine schöne Geschichte – aber schon nach wenigen Tagen standen sich die Soldaten wieder als Feinde gegenüber und kämpften gegeneinander. Von einem wirklichen Frieden könnte man nur sprechen, wenn sie versucht hätten, den Krieg durch eine große Meuterei tatsächlich zu beenden. 

Satz 3 

Das Video hat mich berührt. Es zeigt, dass selbst im Krieg Menschlichkeit möglich ist und die Soldaten ihre wenigen Habseligkeiten miteinander teilen. Denn es stimmt: „Christmas is for sharing“! 

Satz 4

Den Ersten Weltkrieg, der etwa 17 Millionen Menschen das Leben kostete, zum Thema eines Werbespots für eine Kaufhauskette zu machen – das ist geschmacklos!

Satz 5

Besonders in England, aber inzwischen auch in Deutschland wird heute häufig auch mit kitschigen Bildern an den Weihnachtsfrieden erinnert. Das ist komisch: Soll hier ein Bild vom „schönen Krieg“ gezeichnet werden? Ein solches Bild kann zu der Aussage missbraucht werden: Krieg ist doch gar nicht so furchtbar. Ich finde, es sollte nicht an den Weihnachtsfrieden, sondern an die schrecklichen Folgen des Ersten Weltkrieges erinnert werden. 


Stichworte zum Modul
Weihnachtsfrieden | Drei Wände-Methode | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Urteilen | Erster Weltkrieg 

 

 

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Holocaust-Mahnmal | Denkmal https://segu-geschichte.de/holocaust-mahnmal/ Tue, 06 Dec 2016 06:06:18 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=12510 Bundesrepublik Deutschland | Modul 9 | Verstehen und urteilen | Denkmäler | ◻◻ mittel | ca. 30 min Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, Foto von 2011 | Bildnachweis (Tx0h, Denkmal für die ermordeten Juden Europas 2, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia): Bild anklicken   2005 wurde in Berlin das Denkmal für die ermordeten Juden Europas oder (so wird es meistens genannt) das Holocaust-Mahnmal eingeweiht. Es ist eines der bekanntesten Denkmäler in Deutschland. In diesem Modul sollst du das Holocaust-Mahnmal, seine Entstehung und heutige Wahrnehmung in der Öffentlichkeit genauer untersuchen.   Bildnachweis: K. Weisser, Holocaust-Mahnmal Berlin 2006, CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia     Tipp In der Modulserie Denk Mal! Denkmäler untersuchen kannst du noch andere Denkmäler ... weiterlesen ...

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Bundesrepublik Deutschland | Modul 9 | Verstehen und urteilen | Denkmäler | ◻◻ mittel | ca. 30 min

MahnmalDenkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, Foto von 2011 | Bildnachweis (Tx0h, Denkmal für die ermordeten Juden Europas 2, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia): Bild anklicken

 

2005 wurde in Berlin das Denkmal für die ermordeten Juden Europas oder (so wird es meistens genannt) das Holocaust-Mahnmal eingeweiht. Es ist eines der bekanntesten Denkmäler in Deutschland. In diesem Modul sollst du das Holocaust-Mahnmal, seine Entstehung und heutige Wahrnehmung in der Öffentlichkeit genauer untersuchen.

 

Bildnachweis: K. Weisser, Holocaust-Mahnmal Berlin 2006, CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia

 

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Quer denken

Tipp

In der Modulserie Denk Mal! Denkmäler untersuchen kannst du noch andere Denkmäler kennen lernen – zum Beispiel das Hermannsdenkmal bei Detmold oder das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.

 

Stichworte zum Modul Holocaust Mahnmal | Denkmal für die ermordeten Juden Europas Berlin | Denkmäler analysieren | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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„Hindenburgstraße“? https://segu-geschichte.de/hindenburgstrasse/ Fri, 18 Nov 2016 14:25:50 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=1041 Weimarer Republik | Modul 8 | Forschen und entdecken | Streit um Geschichte | Lernen „vor Ort“ | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 10 min 2012 wurde der „Hindenburgplatz“ in Münster umbenannt in „Schlossplatz“ | Vollständiges Bild und Bildnachweis (WIKImaniac, Straßenschild Hindenburgplatz Schlossplatz Münster, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken   In vielen Städten und Gemeinden finden sich Straßen und Plätze, die nach Paul von Hindenburg be­nannt sind. Ist der General des Ersten Weltkriegs, der von 1925 bis 1934 Reichspräsident war, ein geeigneter Namensgeber? Oder sollten „Hindenburg­straßen“ oder „Hindenburgplätze“ umbenannt werden?   Autor dieses Moduls: Paul Sprüssel, Köln Stichworte zum Modul Hindenburgstraße? | Hindenburg | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Straßennamen umbenennen Die Antworten ... weiterlesen ...

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Weimarer Republik | Modul 8 | Forschen und entdecken | Streit um Geschichte | Lernen „vor Ort“ | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 10 min

Hindenburg2012 wurde der „Hindenburgplatz“ in Münster umbenannt in „Schlossplatz“ | Vollständiges Bild und Bildnachweis (WIKImaniac, Straßenschild Hindenburgplatz Schlossplatz Münster, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

In vielen Städten und Gemeinden finden sich Straßen und Plätze, die nach Paul von Hindenburg be­nannt sind. Ist der General des Ersten Weltkriegs, der von 1925 bis 1934 Reichspräsident war, ein geeigneter Namensgeber? Oder sollten „Hindenburg­straßen“ oder „Hindenburgplätze“ umbenannt werden?

 

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Autor dieses Moduls: Paul Sprüssel, Köln

Stichworte zum Modul Hindenburgstraße? | Hindenburg | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Straßennamen umbenennen

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Völkermord an den Armeniern | Streit um ein Wort https://segu-geschichte.de/voelkermord/ Wed, 16 Nov 2016 09:38:50 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=3675 Erster Weltkrieg | Modul 9 | Verstehen und Urteilen | Streit um Geschichte | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min Tsitsernakaberd | Denkmal an den Armenier-Genozid, Foto 2015 | Vergrößerte Bildansicht und Bildnachweis (Soghomon Matevosyan, Tsitsernakaberd 102, CC BY-SA 4.0, Wikimedia): Bild anklicken   Das 20. Jahrhundert war geprägt durch zahlreiche gewaltsame Ereignisse. Nicht nur die beiden Weltkriege forderten viele Millionen Tote. Übersteigerter Nationalismus und rassistische Ideologien führten seit Beginn des Jahrhunderts zur Auslöschung von Menschengruppen nur aufgrund ihrer nationalen oder ethnischen Herkunft oder ihrer Religion, die auf Anordnung der Regierung eines Staates systematisch ermordet wurden. Das bekannteste Beispiel ist der Holocaust an den europäischen Juden in den Jahren 1941 bis 1945. Andere Beispiele solcher systematischen Massentötungen sind die Deportationen und ... weiterlesen ...

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Erster Weltkrieg | Modul 9 | Verstehen und Urteilen | Streit um Geschichte | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min

Armenier GenozidTsitsernakaberd | Denkmal an den Armenier-Genozid, Foto 2015 | Vergrößerte Bildansicht und Bildnachweis (Soghomon Matevosyan, Tsitsernakaberd 102, CC BY-SA 4.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

Das 20. Jahrhundert war geprägt durch zahlreiche gewaltsame Ereignisse. Nicht nur die beiden Weltkriege forderten viele Millionen Tote. Übersteigerter Nationalismus und rassistische Ideologien führten seit Beginn des Jahrhunderts zur Auslöschung von Menschengruppen nur aufgrund ihrer nationalen oder ethnischen Herkunft oder ihrer Religion, die auf Anordnung der Regierung eines Staates systematisch ermordet wurden. Das bekannteste Beispiel ist der Holocaust an den europäischen Juden in den Jahren 1941 bis 1945. Andere Beispiele solcher systematischen Massentötungen sind die Deportationen und Massentötung der Armenier im Osmanischen Reich 1915/16, die „Killing Fields“ der Roten Khmer in Kambodscha 1975 bis 1979 oder die Ermordung Tutsi in Ruanda 1994.

Darüber, ob solche Ereignisse auch als Völkermord (oder Genozid) bezeichnet werden, gibt es häufig Streit. Während der Holocaust (von wenigen Holocaust-Leugnern abgesehen) oder die Ermordung der Tutsi in Ruanda als Völkermorde bezeichnet werden und anerkannt sind, gibt es bis heute intensive Debatten darüber, ob die Deportationen und Massentötung der Armenier (und auch der Assyrer und Aramäer) während des Ersten Weltkriegs Völkermord genannt werden soll oder nicht. Eine Massentötung als Völkermord zu bezeichnen, ist nicht nur eine moralische Frage oder eine historische Interpretation. Unter dem Eindruck des Holocausts verabschiedete die UNO 1948 die Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide. Die UNO, das Europäische Parlament und viele Staaten haben die die Ereignisse von 1915/16 auf Grundlage der UN-Konvention rückwirkend als Völkermord anerkannt. Erfolgt eine solche Anerkennung, ergeben sich für die Täter bzw. Täterstaaten immer auch rechtliche Konsequenzen: Sie können vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt werden oder müssen Entschädigungen an die Opfer zahlen. Deshalb gibt es Personen, Staatsregierungen oder Institutionen, die es strikt ablehnen, die Ereignisse von 1915/16 als Völkermord zu bezeichnen und anzuerkennen. Auch die Bundesrepublik Deutschland hat eine offizielle Anerkennung lange abgelehnt. Im Juni 2016 hat der Bundestag in einer Resolution den Begriff „Völkermord“ offiziell verwendet – die Bundesregierung allerdings vermeidet den Begriff bis heute.

Im April 2015 jährte sich der Beginn der Deportationen und der Massentötung der Armenier zum 100. Mal. Anlässlich des Jahrestages gab es zahlreiche Gedenkfeiern. Viele Politiker und andere Persönlichkeiten haben sich zu den Ereignissen geäußert. In den Berichten über die Gedenkfeiern und Reden spielte eine Frage immer eine besondere Rolle: Wird vom Völkermord gesprochen oder nicht? In diesem Modul sollst du herausfinden, warum Ereignisse der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein Streit auslösen können.

 

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Stichworte zum Modul Streit um ein Wort Völkermord | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Armenier | Genozid an den Armeniern | Gauck | Erdogan | Franziskus | Steinmeier

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Der 13. Februar | Gedenken an die Zerstörung von Dresden https://segu-geschichte.de/dresden/ Tue, 08 Nov 2016 12:53:25 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=5539 Zweiter Weltkrieg | Modul 6 | Klassenmodul: Drei Wände-Methode | Verstehen und urteilen | Streit um Geschichte | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min Richard Peter: Blick vom Rathausturm, Foto von 1945 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Deutsche Fotothek‎, Fotothek df ps 0000010 Blick vom Rathausturm, CC BY-SA 3.0 DE‎, Wikimedia): Bild anklicken   Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt.   Jedes Jahr am 13. Februar wird in Dresden an die Zerstörung der Stadt durch die britische Luftwaffe erinnert. Anders als die meisten Städte in Deutschland war Dresden bis dahin von Bombardements aus der Luft verschont geblieben. Durch den massiven Abwurf von Spreng- und Brandbomben wurde in der Stadt ein Feuersturm entfacht, bei ... weiterlesen ...

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Zweiter Weltkrieg | Modul 6 | Klassenmodul: Drei Wände-Methode | Verstehen und urteilen | Streit um Geschichte | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min

DresdenRichard Peter: Blick vom Rathausturm, Foto von 1945 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Deutsche Fotothek‎, Fotothek df ps 0000010 Blick vom Rathausturm, CC BY-SA 3.0 DE‎, Wikimedia): Bild anklicken

 

Achtung! Dieses Klassenmodul könnt ihr nur bearbeiten, wenn sich die ganze Klasse beteiligt.

 

Jedes Jahr am 13. Februar wird in Dresden an die Zerstörung der Stadt durch die britische Luftwaffe erinnert. Anders als die meisten Städte in Deutschland war Dresden bis dahin von Bombardements aus der Luft verschont geblieben. Durch den massiven Abwurf von Spreng- und Brandbomben wurde in der Stadt ein Feuersturm entfacht, bei dem die gesamte Innenstadt ausbrannte und fast vollständig zerstört wurde – wie auf dem Foto oben zu sehen. Beim Luftangriff vom Februar 1945 wurden etwa 25.000 Menschen getötet.

Der Luftkrieg spielte im Zweiten Weltkrieg eine bedeutende Rolle: Flugzeuge wurden dazu eingesetzt, Spreng- oder Brandbomben über Zielen des Gegners abzuwerfen. Durch den Luftkrieg sollten die Verkehrs- und Infrastruktur und kriegswichtige Industrieanlagen zerstört werden. Eine zweite Strategie war die Bombardierung von Städten und das gezielte Töten von Zivilisten, um auf diese Weise den Kriegsgegner zu schwächen.

Die deutsche Luftwaffe setzte die Strategie in der Anfangsphase des Krieges vor allem gegen Polen (in Warschau starben dabei 20.000 Menschen) und gegen Großbritannien ein (bei Bombenangriffen auf London kamen etwa 40.000 Menschen ums Leben). Luftangriffe auf Städte im Deutschen Reich führten die britische und amerikanische Luftwaffe seit 1942. Im Laufe des Krieges wurden fast alle deutschen Groß- und Kleinstädte aus der Luft angegriffen und dabei im Durchschnitt etwa die Hälfte der Gebäude zerstört – die meisten in den Innenstädten. Über die Gesamtzahl der bei den Bombardements getöteten Menschen gibt es keine Klarheit, weil in der Endphase des Krieges viele Menschen auf der Flucht waren und die Toten nicht immer genau erfasst wurden. Nach heutigen Schätzungen wurden zwischen 300.000 und 500.000 Menschen getötet.

In keiner anderen Stadt zieht das Gedenken an den Bombardierung deutscher Städte so viel Aufmerksamkeit auf sich wie am 13. Februar in Dresden. Schon 1946 wurde an diesem Tag eine Gedenkfeier abgehalten. Seit dem Jahr 2000 treffen sich Rechtsextreme und Neonazis zu einem „Trauermarsch“ in Dresden. Sie behaupten auch, dass bei den Angriffen nicht 25.000, sondern 250.000 Menschen gestorben seien (eine Zahl, die bereits kurz nachdem Krieg behauptet wurde; eine unabhängige Historiker-Kommission hat 2006 in ihrem Bericht die Zahl von 25.000 bestätigt). Am 13. Februar 2005 fand in Dresden mit etwa 6500 Teilnehmern die bisher größte Demonstration von Rechtsextremen in der Geschichte der Bundesrepublik statt. Gegen den „Trauermarsch“ demonstrieren jedes Jahr verschiedene andere Gruppen durch eigene Gedenkfeiern – beispielsweise durch eine Menschenkette rund um die Altstadt im Jahr 2011.

In diesem Modul erfährst du, weshalb um das Gedenken am 13. Februar gestritten wird und sollst dein eigenes Urteil fällen.

 

Aufgabe

1 | Informiert euch genauer über die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 und den Streit um das Gedenken am 13. Februar. Nehmt euch 20 Minuten Zeit zur Vorbereitung. Lest euch zuerst den Absatz zur Bewertung der Luftangriffe auf Dresden durch. Wenn ihr noch Zeit habt, könnt ihr euch die beiden Artikel unter „Zusatzinformationen“ durchlesen. Notiert euch wichtige Informationen in Stichpunkten.

Auf der Wikipedia-Seite Luftangriffe auf Dresden kannst du dich genauer über strittige militärische, ethische und rechtliche Bewertungen der Zerstörung Dresdens informieren.

Zusatzinformationen

Auf der Wikipedia-Seite Gedenken an den 13. Februar erfährst du, welche verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie an den 13. Februar erinnern wollen

Im Artikel Warum genügen 25.000 Tote von Dresden nicht? der Tageszeitung „Die Welt“ vom 7. Februar 2013 kannst du dich über den Streit um die Zahl der bei der Bombardierung Dresdens getöteten Menschen informieren.

 

2 | Anschließend sollt ihr die Drei-Wände-Methode durchführen. Eine Schülerin oder ein Schüler liest den ersten Satz unten auf der Liste laut vor. Jede Schülerin und je­der Schüler muss sich jetzt entscheiden und geht zu einer der folgenden drei Wände in eurem Klassen­zimmer:  

 

Wer zustimmt und den Satz mit JA beantwortet, geht zur Türseite.

Wer ablehnt und den Satz mit NEIN beantwortet, geht zur Fens­terseite.

Wer UNENTSCHIEDEN ist, geht an die Rückwand.

 

drei-waende

 

Dann sollt ihr über den Satz diskutieren. Dafür braucht ihr z.B. eine leere Plastik-Trinkflasche. Wenn sich jemand meldet, werft ihm oder ihr die Flasche (vorsichtig!) zu. So organisiert ihr eine Meldekette. Beachtet: Nur wer die Flasche hat, darf reden! Wenn die Diskussion beendet ist oder sich im Kreis dreht, könnt ihr den nächsten Satz vorlesen. Wurden alle Sätze vorgelesen, könnt ihr auch eigene Sätze vor­schlagen.  

 

Satz 1  

Die Zerstörung Dresdens war aus militärischer Sicht sinnlos. Das gezielte Töten tausender Zivilisten war deshalb ein Kriegsverbrechen der Briten und Amerikaner.

Satz 2  

Die Zerstörung Dresdens und anderer deutscher Städte muss im Zusammenhang gesehen werden: Das Deutsche Reich hat mit dem Luftkrieg gegen Polen und Großbritannien begonnen. So ist es gerechtfertigt, dass die Alliierten später auch deutsche Städte bombardiert haben.

Satz 3 

Der britische Philosoph Anthony Clifford Grayling wird im ersten Wikipedia-Artikel mit den Worten zitiert: „Selbst wenn die alliierte Bomberoffensive teilweise oder völlig moralisch verwerflich gewesen sein sollte, reicht dieses Unrecht auch nicht annähernd an die moralische Ungeheuerlichkeit des Holocaust heran.“ Ich stimme ihm zu.

Satz 4   Es ist wichtig, dass in Dresden jedes Jahr am 13. Februar viele Tausend Menschen auf die Straße gehen, um an die Zerstörung der Stadt zu erinnern.

 

Stichworte zum Modul Der 13. Februar | Gedenken an die Zerstörung Dresdens | Drei Wände-Methode | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Urteilen | Zweiter Weltkrieg 

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Eine NS-Gedenkstätte in deiner Nähe? https://segu-geschichte.de/gedenkstaette/ Fri, 04 Nov 2016 20:58:21 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=15579 Judenverfolgung und Holocaust | Modul 10 | Forschen und entdecken | Lernen „vor Ort“ | ◻ leicht | ca. 30 min Arnold Plesse: Baracken des ehemaligen STALAG XB in Sabdbostel, Foto von 2012 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Arnold Plesse, Sandbostel140112 004, CC BY 3.0, Wikimedia): Bild anklicken   Überall in Deutschland und auch in Österreich finden sich heute Gedenkstätten für Opfer des Nationalsozialismus (Abkürzung: NS). An vielen dieser Gedenkstätten liegen verstorbene und ermordete Menschen in Massengräbern begraben – wie in den ehemaligen Konzentrationslagern. Deshalb sind sie erstens ein Friedhof, zweitens können sie heute mit Unterstützung der Besucherdienste besichtigt werden. Viele Gedenkstätten haben heute auch Museen oder Ausstellungen eingerichtet, damit die Besucher mehr über den historischen Ort und seine Geschichte ... weiterlesen ...

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Judenverfolgung und Holocaust | Modul 10 | Forschen und entdecken | Lernen „vor Ort“ | ◻ leicht | ca. 30 min

sandbostelArnold Plesse: Baracken des ehemaligen STALAG XB in Sabdbostel, Foto von 2012 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Arnold Plesse, Sandbostel140112 004, CC BY 3.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

Überall in Deutschland und auch in Österreich finden sich heute Gedenkstätten für Opfer des Nationalsozialismus (Abkürzung: NS). An vielen dieser Gedenkstätten liegen verstorbene und ermordete Menschen in Massengräbern begraben – wie in den ehemaligen Konzentrationslagern. Deshalb sind sie erstens ein Friedhof, zweitens können sie heute mit Unterstützung der Besucherdienste besichtigt werden. Viele Gedenkstätten haben heute auch Museen oder Ausstellungen eingerichtet, damit die Besucher mehr über den historischen Ort und seine Geschichte erfahren können. Neben Gedenkstätten gibt es auch Denkmäler oder andere Orte, an denen sich zwischen 1933 und 1945 unterschiedliche Dinge ereignet haben.

In diesem Modul sollst du dich in deiner Nähe auf die Suche nach einer Gedenkstätte, einem Museum oder einem Denkmal zur Geschichte des Nationalsozialismus machen. Benutze dafür die folgende Karte und zoome dich in die Umgebung deines Wohnortes. Du findest Orte aus verschiedenen Epochen der Geschichte, die durch verschiedene Farben gekennzeichnet sind. Orte zur Geschichte des Nationalsozialismus sind dunkelbraun eingefärbt.

 

Aufgaben

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Ihr könnt auch in eurer Klasse diskutieren, ob ihr eine gemeinsame Exkursion zu dem Ort unternehmen wollt.

Falls ihr einen anderen historischen Ort, ein Museum oder ein Denkmal zur Geschichte des Nationalsozialismus kennt, aber noch kein Eintrag in der Karte vorhanden ist: Bitte einfach eine Mail an kontakt@segu-geschichte.de schreiben. Wir können ihn dann ergänzen.

 

Stichworte zum Modul NS-Gedenkstätte in deiner Nähe | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Gedenkstätte | Denkmal | Museum | Opfer des Nationalsozialismus

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Völkerschlachtdenkmal Leipzig | Denkmal https://segu-geschichte.de/voelkerschlachtdenkmal/ Sun, 29 May 2016 06:04:15 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=12511 Kaiserreich und Imperialismus | Modul 5 | Quellen untersuchen: Denkmäler | Erinnern und gedenken ◻◻ mittel | ca. 30 min Völkerschlachtdenkmal Leipzig, Totenwächter, Foto von 2015 | Bildnachweis (Frank Vincentz, Leipzig – An der Tabaksmühle – Völkerschlachtdenkmal 06 ies, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia): Bild anklicken   1913 – genau einhundert Jahre nach der Völkerschlacht bei Leipzig – wurde das Völkerschlachtdenkmal eingeweiht. Es ist bis heute das höchste Denkmal in Deutschland. Es bringt die große Bedeutung nationalistischen Denkens im Kaiserreich zum Ausdruck. In diesem Modul sollst du erstens die Botschaft des Denkmals genauer untersuchen und zweitens der Frage nachgehen, wie diese Botschaft und das Völkerschlachtdenkmal heute beurteilt wird.   Bildnachweis: Izz Farhan Bin Zulkifli, Das Völkerschlachtdenkmal Leipzig, CC BY-SA 4.0, ... weiterlesen ...

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Kaiserreich und Imperialismus | Modul 5 | Quellen untersuchen: Denkmäler | Erinnern und gedenken ◻◻ mittel | ca. 30 min

Völkerschlachtdenkmal 2Völkerschlachtdenkmal Leipzig, Totenwächter, Foto von 2015 | Bildnachweis (Frank Vincentz, Leipzig – An der Tabaksmühle – Völkerschlachtdenkmal 06 ies, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia): Bild anklicken

 

1913 – genau einhundert Jahre nach der Völkerschlacht bei Leipzig – wurde das Völkerschlachtdenkmal eingeweiht. Es ist bis heute das höchste Denkmal in Deutschland. Es bringt die große Bedeutung nationalistischen Denkens im Kaiserreich zum Ausdruck. In diesem Modul sollst du erstens die Botschaft des Denkmals genauer untersuchen und zweitens der Frage nachgehen, wie diese Botschaft und das Völkerschlachtdenkmal heute beurteilt wird.

 

 

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Quer denken

Tipp

In der Modulserie Denk Mal! Denkmäler untersuchen kannst du noch andere Denkmäler kennen lernen – zum Beispiel das Hermannsdenkmal bei Detmold oder das Holocaust-Mahnmal in Berlin.

 

Stichworte zum Modul Völkerschlachtdenkmal Leipzig | Denkmäler analysieren | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Widerstand gegen den Nationalsozialismus https://segu-geschichte.de/widerstand/ Thu, 15 Oct 2015 07:37:03 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=7338 Zweiter Weltkrieg | Modul 5 | Verstehen und urteilen | Protest | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Bodendenkmal an die Weiße Rose vor dem Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Adam Jones, Ph.D., White Rose Movement Public Memorial – Ludwig-Maximilians-Universitat – Munich – Germany – 04, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken   Die nationalsozialistische Diktatur wird heute dem Totalitarismus zugeordnet. Das bedeutet, dass die NSDAP uneingeschränkte Macht für sich beanspruchte und keinerlei politische Konkurrenz zuließ. Außerdem wirkte die Partei in alle Lebensbereiche der Menschen hinein. Beispielsweise wurden bereits alle Kinder und Jugendliche durch die Hitlerjugend „erfasst“, um sie im Sinne der NS-Ideologie zu beeinflussen und besonders die Jungen auf ... weiterlesen ...

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Zweiter Weltkrieg | Modul 5 | Verstehen und urteilen | Protest | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min

Bodendenkmal an die Weiße Rose vor dem Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Adam Jones, Ph.D., White Rose Movement Public Memorial – Ludwig-Maximilians-Universitat – Munich – Germany – 04, CC BY-SA 3.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

Die nationalsozialistische Diktatur wird heute dem Totalitarismus zugeordnet. Das bedeutet, dass die NSDAP uneingeschränkte Macht für sich beanspruchte und keinerlei politische Konkurrenz zuließ. Außerdem wirkte die Partei in alle Lebensbereiche der Menschen hinein. Beispielsweise wurden bereits alle Kinder und Jugendliche durch die Hitlerjugend „erfasst“, um sie im Sinne der NS-Ideologie zu beeinflussen und besonders die Jungen auf ihre Funktion als zukünftige Soldaten vorzubereiten.

Diesen Machtanspruch setzten die Nationalsozialisten (wie im Modul Durchsetzung der NS-Diktatur 1933 gesehen) von Anfang an mit großer Härte durch. Die große Mehrheit der Menschen im Deutschen Reich unterstützte das NS-Regime dabei. Es gab aber Personen oder Gruppen, die den Nationalsozialismus ablehnten. Diese Ablehnung reichte von Formen der Verweigerung und des Protests bis hin zum aktiven Widerstand. Als aktiver Widerstand wird der Einsatz von Gewalt bezeichnet – mit dem Ziel, die Diktatur zu stürzen. Die meisten Gegner begannen im Laufe des Zweiten Weltkriegs gegen das Regime Widerstand zu leisten.

Von Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft an war klar, dass sowohl die Parteiorganisationen als auch die Behörden wie die Geheime Staatspolizei (Gestapo) rigoros gegen jede Form des Protests oder des Widerstandes vorgingen. Die Gegner des NS-Regimes wurden verfolgt und eingeschüchtert, verhaftet und eingesperrt. Viele kamen in Konzentrationslagern ums Leben oder wurden hingerichtet. Deshalb erforderte es großen Mut, sich gegen den Nationalsozialismus aufzulehnen.

Der Protest und Widerstand ging von unterschiedlichen Personen oder Gruppen mit ganz unterschiedlichen Motiven aus. Auch wenn insgesamt nur ein sehr kleiner Anteil der Menschen gegen das Regime protestierte oder Widerstand leistete, gibt es eine lange Liste verschiedener Widerstandskämpfer und -gruppen (wie man in dieser Auflistung bei Wikipedia sehen kann). In diesem Modul lernst du unterschiedliche Personen und Gruppen beispielhaft kennen.

 

Aufgaben

Falls die Anwendung nicht reagiert oder zum Vergrößern hier klicken!

 

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Stichworte zum Modul Widerstand gegen den Nationalsozialismus | Weiße Rose | 20. Juli 1944 | Arbeiterbewegung | Kreisauer Kreis | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Begriffe und Wissen

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Entnazifizierung https://segu-geschichte.de/entnazifizierung/ Thu, 10 Sep 2015 10:03:47 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=5815 Besatzungszeit und deutsche Teilung | Modul 2 | Verstehen und Urteilen | Streit um Geschichte | ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Unbekannter Fotograf: Austausch eines Straßenschilds in Trier, Foto vom 12. Mai 1945 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikipedia): Bild anklicken   Die Alliierten trafen auf der Potsdamer Konferenz im August 1945 wichtige Entscheidungen, wie mit dem besetzten Deutschland weiter verfahren werden sollte. Dafür wurden als politische Grundsätze die „4 D“ festgelegt: Denazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung und Dezentralisierung. Ein wichtiger erster Schritt der Entnazifizierung (so wurde die „Denazifizierung“ öfter genannt) und der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen waren die Nürnberger Prozesse, bei dem insgesamt 185 hochrangige NSDAP-Politiker, Militärs und andere Funktionsträger (z.B. aus der ... weiterlesen ...

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Besatzungszeit und deutsche Teilung | Modul 2 | Verstehen und Urteilen | Streit um Geschichte | ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min

EntnazifizierungUnbekannter Fotograf: Austausch eines Straßenschilds in Trier, Foto vom 12. Mai 1945 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikipedia): Bild anklicken

 

Die Alliierten trafen auf der Potsdamer Konferenz im August 1945 wichtige Entscheidungen, wie mit dem besetzten Deutschland weiter verfahren werden sollte. Dafür wurden als politische Grundsätze die „4 D“ festgelegt: Denazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung und Dezentralisierung. Ein wichtiger erster Schritt der Entnazifizierung (so wurde die „Denazifizierung“ öfter genannt) und der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen waren die Nürnberger Prozesse, bei dem insgesamt 185 hochrangige NSDAP-Politiker, Militärs und andere Funktionsträger (z.B. aus der Wirtschaft, der Justiz oder der Medizin) für ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung gezogen wurden.

Die Frage, wie mit den Millionen anderen Anhängern des NS-Regimes umgegangen werden sollte, regelten die Alliierten in den vier Besatzungszonen unterschiedlich. In der sowjetischen Besatzungszone wurden ehemalige Nationalsozialisten rigoros verfolgt. Auch in der späteren DDR kam dem von oben verordneten „Antifaschismus“ ein hoher politischer und ideologischer Stellenwert zu. In den westlichen Besatzungszonen mussten möglicherweise belastete Personen einen Fragebogen zu Angaben zu ihren Tätigkeiten im Nationalsozialismus ausfüllen. In insgesamt 2,5 Millionen Verfahren wurden schließlich 1,4 Prozent der Beschuldigten als „Hauptschuldige und Belastete“ eingestuft. Zehntausende „Hauptbelastete“ wurden bis Ende der 1940er Jahre inhaftiert, andere (darunter viele Beamte) erhielten Berufsverbot.

Seit die Entnazifizierungsverfahren Ende der 1940er Jahre ausliefen und die große Mehrheit der Inhaftierten wieder auf freien Fuß kamen, zeigten weder die Alliierten, noch die Bevölkerung Westdeutschlands großes Interesse an der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Bereits kurz nach Kriegsende verbreitete sich die Stimmung in der Bevölkerung, die Verantwortung für den Nationalsozialismus möglichst von sich weg zu schieben. In der jungen Bundesrepublik wurde über die Zeit vor 1945 zunächst mehrheitlich geschwiegen. Erst in den 1960er Jahren begann die Gesellschaft, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Einen ähnlichen Prozess gab es in der DDR bis 1989 nicht – eine kritische Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit fand kaum statt.

 

Aufgaben

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Stichworte zum Modul Entnazifiziert? | Umgang mit der NS-Vergangenheit | Nationalsozialismus | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Besatzungszeit

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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