Quellen untersuchen – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de Mon, 22 Oct 2018 07:55:14 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 https://segu-geschichte.de/wp-content/uploads/2017/09/cropped-segugeschichtelogo2-32x32.jpg Quellen untersuchen – segu | Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht https://segu-geschichte.de 32 32 Arbeit in der Fabrik | Gemälde „Das Eisenwalzwerk“ https://segu-geschichte.de/arbeit/ Sat, 04 Nov 2017 18:45:55 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=18134 Industrielle Revolution und soziale Frage | Modul 2 | Quellen untersuchen: Gemälde | Arbeitsbedigungen | ◻ leicht | ca. 30 min Adolph von Menzel: Das Eisenwalzwerk (Gemälde von 1875), Public Domain (via Wikimedia) Ein Gemälde, das Arbeiter in einer Fabrik zeigt? Als Adolph von Menzel 1875 sein Werk „Das Eisenwalzwerk“ der Öffentlichkeit vorstellte, befand sich das (vier Jahre zuvor gegründete) Deutsche Reich in der Phase der Hochindustrialisierung. Der wichtigste Wirtschaftsbereich war zu dieser Zeit die Stahlproduktion. Der Maler war bereits drei Jahre zuvor in ein damals modernes Stahlwerk nach Schlesien gereist, um dort die Industriearbeiter zu beobachten, und fertigte zahlreiche Detailskizzen an. Sie waren die Grundlage des 158 cm hohen und 254 breiten Gemäldes. Das Bild fand große Beachtung. Mal wurde Menzels ... weiterlesen ...

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Industrielle Revolution und soziale Frage | Modul 2 | Quellen untersuchen: Gemälde | Arbeitsbedigungen | ◻ leicht | ca. 30 min

Adolph von Menzel: Das Eisenwalzwerk (Gemälde von 1875), Public Domain (via Wikimedia)

Ein Gemälde, das Arbeiter in einer Fabrik zeigt? Als Adolph von Menzel 1875 sein Werk „Das Eisenwalzwerk“ der Öffentlichkeit vorstellte, befand sich das (vier Jahre zuvor gegründete) Deutsche Reich in der Phase der Hochindustrialisierung. Der wichtigste Wirtschaftsbereich war zu dieser Zeit die Stahlproduktion. Der Maler war bereits drei Jahre zuvor in ein damals modernes Stahlwerk nach Schlesien gereist, um dort die Industriearbeiter zu beobachten, und fertigte zahlreiche Detailskizzen an. Sie waren die Grundlage des 158 cm hohen und 254 breiten Gemäldes. Das Bild fand große Beachtung. Mal wurde Menzels Gemälde als Ausdruck des technischen Fortschritts, mal als Klage gegen die Arbeitsbedingungen in den Fabriken interpretiert. Menzel selbst betonte, er habe die Fabrikarbeit möglichst realistisch abzubilden versucht. 

Auf dem Bild ist eine große, düstere Fabrikhalle zu sehen, in der aus Blöcken glühenden Stahls Eisenbahnschienen geformt wurden. Es zeigt nicht nur den Arbeitsprozess, sondern auch den Tagesablauf eines Fabrikarbeiters. 

 

Aufgaben

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Stichworte zum Modul Fabrikarbeit | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Industrialisierung| Menzel| Eisenwalzwerk | Arbeiter | Alltagsgeschichte | Video

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Rote Armee Fraktion | Terrorismus https://segu-geschichte.de/rote-armee-fraktion/ Fri, 16 Dec 2016 16:02:03 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=16637 Bundesrepublik Deutschland | Modul 7 | Verstehen und urteilen | Terror | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min Emblem der RAF – Rote Armee Fraktion | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikipedia): Bild anklicken   In den 1970er Jahren war der Terrorismus in der Bundesrepublik Deutschland vorherrschendes Thema. Eine Minderheit der Studentenbewegung der 1968er sah – weil die erhoffte Revolution der Gesellschaft ausblieb – den bewaffneten Kampf gegen den Staat und Repräsentanten der Wirtschaft als geeignetes Mittel an, ihre politischen Ziele durchzusetzen. Die wichtigste Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) entstand 1970. Im sogenannten „Deutschen Herbst“ erreichte der Terror seinen Höhepunkt.   Aufgaben Stichworte zum Modul Deutscher Herbst 1977 | RAF Rote Armee Fraktion | BRD Bundesrepublik Deutschland | Hans ... weiterlesen ...

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Bundesrepublik Deutschland | Modul 7 | Verstehen und urteilen | Terror | ◻◻◻ schwer | ca. 40 min

Emblem der RAF – Rote Armee Fraktion | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikipedia): Bild anklicken

 

In den 1970er Jahren war der Terrorismus in der Bundesrepublik Deutschland vorherrschendes Thema. Eine Minderheit der Studentenbewegung der 1968er sah – weil die erhoffte Revolution der Gesellschaft ausblieb – den bewaffneten Kampf gegen den Staat und Repräsentanten der Wirtschaft als geeignetes Mittel an, ihre politischen Ziele durchzusetzen. Die wichtigste Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) entstand 1970. Im sogenannten „Deutschen Herbst“ erreichte der Terror seinen Höhepunkt.

 

Aufgaben

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Stichworte zum Modul Deutscher Herbst 1977 | RAF Rote Armee Fraktion | BRD Bundesrepublik Deutschland | Hans Martin Schleyer | Ulrike Meinhof | Heinrich Böll | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht

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„Diktatur des Proletariats“ https://segu-geschichte.de/diktatur-des-proletariats/ Fri, 02 Dec 2016 19:18:56 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=16316 Bipolare Welt und Kalter Krieg | Modul 3 | Quellen untersuchen: Testquellen | Diktatur | ◻◻ mittel | ca. 40 min Unbekannter Fotograf: Wladimir I. Lenin spricht auf einer Kundgebung 1919 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Der Kommunismus ist eine ökonomische (wirtschaftliche) und politische Lehre, die Karl Marx Mitte des 19. Jahrhunderts formulierte und die besagt, dass Gesellschaften im Laufe der Geschichte eine Reihe von Kämpfen zwischen Besitzenden und Besitzlosen durchlaufen, um schließlich einen Zustand zu erreichen, in dem es keine sozialen Unterschiede zwischen den Menschen mehr gebe. Die letzten beiden Stufen dieser Lehre waren erstens der Übergang vom Feudalismus zur kapitalistischen  Industriegesellschaft (Feudalismus meint die im Mittelalter und in der frühen Neuzeit vorherrschende ... weiterlesen ...

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Bipolare Welt und Kalter Krieg | Modul 3 | Quellen untersuchen: Testquellen | Diktatur | ◻◻ mittel | ca. 40 min

leninUnbekannter Fotograf: Wladimir I. Lenin spricht auf einer Kundgebung 1919 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken

 

Der Kommunismus ist eine ökonomische (wirtschaftliche) und politische Lehre, die Karl Marx Mitte des 19. Jahrhunderts formulierte und die besagt, dass Gesellschaften im Laufe der Geschichte eine Reihe von Kämpfen zwischen Besitzenden und Besitzlosen durchlaufen, um schließlich einen Zustand zu erreichen, in dem es keine sozialen Unterschiede zwischen den Menschen mehr gebe. Die letzten beiden Stufen dieser Lehre waren erstens der Übergang vom Feudalismus zur kapitalistischen  Industriegesellschaft (Feudalismus meint die im Mittelalter und in der frühen Neuzeit vorherrschende Grundherrschaft, Kapitalismus die Herrschaft der Klasse der Unternehmer über die Klasse der Industriearbeiter), auf die zweitens der Übergang in die kommunistische Gesellschaft folge. Die kommunistische Bewegung gewann Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in vielen europäischen Ländern immer mehr Anhänger.

Russland war Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein weitgehend landwirtschaftlich geprägter Staat. Dass ausgerechnet hier (und nicht in den industrialisierten und bereits viel kapitalistischeren Staaten Mittel- und Westeuropas) die Kommunisten in der Russischen Revolution an die Macht kamen, erkannten Lenin und die Bolschewiki als ein Problem – denn nach Marx müsste die russische Gesellschaft erst den Feudalismus überwinden, dann den Kapitalismus durchlaufen um schließlich in der kommunistischen Gesellschaftsform anzukommen. Lenin passte deshalb die Lehre Marx an die russischen Verhältnisse an. Unter der Herrschaft der Bolschewiki sollte das rückständige Russland möglichst rasch industrialisiert und modernisiert werden. Lenin erhob den Anspruch, für die Dauer dieses Prozesses eine „Diktatur des Proletariats“ zu errichten.

 

Aufgaben

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Stichworte zum Modul Diktatur des Proletariats | Lenin | Kronstädter Matrosenaufstand | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Der ideale Mann – die ideale Frau | Rollenbilder https://segu-geschichte.de/mann-frau-rollenbilder/ Wed, 30 Nov 2016 13:24:03 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=16267 Imperium Romanum | Modul 10 | Quellen untersuchen: Textquellen | Mann und Frau ◻◻ mittel | ca. 30 min Grabstein einer römischen Familie aus den Vatikanischen Museen (Foto von 2009) | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Agnete, Ehepaar mit Kind, CC BY 3.0, Wikimedia): Bild anklicken   In der römischen Antike waren Männer und Frauen nicht gleichgestellt. Der Mann galt als pater familias, also als Familienoberhaupt. Er konnte über seine Frau, seine Kinder und auch die in römischen Haushalten lebenden Sklaven entscheiden. Frauen hingegen konnten nur eingeschränkt über Geld zu verfügen und keine politischen Ämter wahrnehmen. Sie blieben (mit wenigen Ausnahmen) ihr Leben lang rechtlich von Männern abhängig: Zuerst von ihren Vätern, später von ihren Ehemännern. Starb der Vater vor der ... weiterlesen ...

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Imperium Romanum | Modul 10 | Quellen untersuchen: Textquellen | Mann und Frau ◻◻ mittel | ca. 30 min

roemisch-familiaGrabstein einer römischen Familie aus den Vatikanischen Museen (Foto von 2009) | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Agnete, Ehepaar mit Kind, CC BY 3.0, Wikimedia): Bild anklicken

 

In der römischen Antike waren Männer und Frauen nicht gleichgestellt. Der Mann galt als pater familias, also als Familienoberhaupt. Er konnte über seine Frau, seine Kinder und auch die in römischen Haushalten lebenden Sklaven entscheiden. Frauen hingegen konnten nur eingeschränkt über Geld zu verfügen und keine politischen Ämter wahrnehmen. Sie blieben (mit wenigen Ausnahmen) ihr Leben lang rechtlich von Männern abhängig: Zuerst von ihren Vätern, später von ihren Ehemännern. Starb der Vater vor der Hochzeit einer Römerin, übernahmen andere männliche Verwandte (Onkel, Bruder ect.) die Rolle des Vormunds. Im Vergleich zur griechischen Gesellschaft genossen sie aber auch einige Freiheiten. In Rom war es nicht verpönt, dass sich Frauen am öffentlichen Leben und der Gesellschaft beteiligten. Wie selbstständig sie ihr Leben führen konnten, war letztlich stark von ihrer Herkunft und Familie abhängig. Reiche Römerinnen schafften es teilweise, sich über ihre rechtlichen Einschränkungen hinwegzusetzen; Sklavinnen hingegen waren völlig rechtlos.

Sowohl von Frauen als auch von Männern wurden in der römischen Gesellschaft bestimmte Eigenschaften erwartet – sie wurden an Idealvorstellungen gemessen. Die Standards dieser Rollenvorstellungen waren in den Kreisen der reichen und mächtigen Senatoren besonders hoch. Unten findest du zwei Briefe Plinius des Jüngeren (ca. 61 bis ca. 115), einem Anwalt und Senator, der während der römischen Kaiserzeit lebte. Sein wohl bekanntester Brief beschreibt den Ausbruch des Vesuvs und die Zerstörung Pompejis im Jahr 79. Plinius beobachtete das Geschehen aus sicherer Entfernung. Überliefert sind aber noch viele andere seiner Briefe – dafür sorgte er selbst, indem er sie noch zu seinen Lebzeiten veröffentlichte.

 

 

Aufgaben

In den Auszügen aus den beiden Briefen formuliert Plinius seine Idealvorstellung eines Mannes und einer Frau. Sie können uns Aufschluss über die Rollenbilder von Mann und Frau in der römischen Kaiserzeit geben.

quellen

 

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Stichworte zum Modul Der ideale Mann- die ideale Frau – Rollenbilder | Street View | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Geschlechtergeschichte | Gender

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Methode | Bildquellen untersuchen https://segu-geschichte.de/bildquellen/ Wed, 23 Nov 2016 11:13:01 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=16056 Bilder: links: Bundesarchiv Bild 146-1971-003-65, Berlin, Kameramänner vor dem Schloss, CC BY-SA 3.0 DE, rechts: Public Domain   Methode | Bildquellen untersuchen  hier als pdf   Bildquellen geben uns eine visuelle Vorstellung über die Vergangenheit. Häufig werden sie deshalb nur zur Illustration von Darstellungen und Texten über vergangene Zeiten verwendet. Dabei wird übersehen, dass Bildquellen genauso kritisch zu befragen sind wie Textquellen. Jedes Bild wurde vom Zeichner, Künstler oder Fotografen mit einer bestimmten Absicht erstellt. Bilder können uns immer nur einen Ausschnitt der Vergangenheit aus einer bestimmten Perspektive zeigen. Zeichnungen und Gemälde können zudem auch nur der Phantasie des Zeichners oder Künstlers entsprungen sein. Die Analyse von Bildquellen ist deshalb eine wichtige Methode des Geschichtsunterrichts. Auf dieser Seite findest du ... weiterlesen ...

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bildquellenBilder: links: Bundesarchiv Bild 146-1971-003-65, Berlin, Kameramänner vor dem Schloss, CC BY-SA 3.0 DE, rechts: Public Domain

 

Methode | Bildquellen untersuchen  hier als pdf

 

Bildquellen geben uns eine visuelle Vorstellung über die Vergangenheit. Häufig werden sie deshalb nur zur Illustration von Darstellungen und Texten über vergangene Zeiten verwendet. Dabei wird übersehen, dass Bildquellen genauso kritisch zu befragen sind wie Textquellen. Jedes Bild wurde vom Zeichner, Künstler oder Fotografen mit einer bestimmten Absicht erstellt. Bilder können uns immer nur einen Ausschnitt der Vergangenheit aus einer bestimmten Perspektive zeigen. Zeichnungen und Gemälde können zudem auch nur der Phantasie des Zeichners oder Künstlers entsprungen sein.

Die Analyse von Bildquellen ist deshalb eine wichtige Methode des Geschichtsunterrichts. Auf dieser Seite findest du erstens ein Muster, wie Bildquellen in drei Schritten untersucht werden können (die Formulierungshilfen sind nur Vorschläge!) und zweitens eine Auflistung verschiedener segu-Module zu unterschiedlichen Arten von Bildquellen (am Seitenende).

 

 

Erster Eindruck

Notiere deinen ersten Eindruck des Bildes in ein oder zwei Sätzen. 

  • Auf den ersten Blick sehe ich …


A | Beschreibung der Bildquelle

Bildgattung

Um was für eine Bildquelle handelt es sich? Es gibt verschiedene Bildgattungen – z.B. Zeichnungen oder Karikaturen, Gemälde oder Fotografien, Plakate oder Bildpostkarten.

  • Bei der Bildquelle handelt es sich um [Bildgattung].

Motiv

Entstehungs-zeitpunkt

Dargestellte Zeit

Was wird auf dem Bild dargestellt? Versuche das Motiv mit einem Satz zu benennen und gib (falls möglich) den Entstehungszeitpunkt genau an. Bei Fotos ist klar, dass die auf dem Bild dargestellte Zeit und der Entstehungszeitpunkt identisch sind. Bei Zeichnungen oder Gemälden kann es aber auch sein, dass ein bereits länger zurückliegendes Ereignis dargestellt wird. Beispielsweise entstanden die bekannten Bilder der ersten Landung von Christoph Kolumbus und seiner Mannschaft in Amerika erst viele Jahre nach dem Ereignis. Es gibt keine Zeichnungen o.ä. von den Männern, die dabei gewesen sind. Es handelt sich also um reine Phantasie-Bilder der Künstler (s. Modul: Bilder der “Entdeckung” Amerikas).

  • Das Bild zeigt … und entstand [Jahr] / am [Datum].
  • Der Entstehungszeitpunkt des Bildes ist unbekannt.
  • Entstehungszeitpunkt und das dargestellte Ereignis sind nicht identisch, denn …

Zeichner

Künstler

Fotograf

 

Informiere dich über den Zeichner, Künstler oder Fotografen des Bildes. Bei manchen Bildquellen lässt sich kein Urheber ermitteln. Falls dir der Name des Urhebers bekannt ist, versuche Angaben zur Person, ihrer Herkunft und Stellung sowie ihrem Denken (politische Orientierung, Wertvorstellungen) herauszufinden.

  • Die Bildquelle wurde von [Zeichner/Künstler/Fotografen] …
  • Der Urheber der Bildquelle ist unbekannt.
  • [Zeichner/Künstler/Fotograf] war zu dieser Zeit …

Adressat

Wo wurde das Bild zum Zeitpunkt seiner Entstehung gezeigt? War es ein Unikat (also ein nur einmal vorhandenes Bild) und konnte deshalb nur von wenigen Menschen gesehen werden? Oder wurde es massenhaft verbreitet und war deshalb einer breiten Öffentlichkeit zugänglich?

  • Die [Bildgattung] richtete sich an [Adressat] …

Beschreibung

Bildelemente

Perspektive

 

Beschreibe das Bild möglichst genau. Welche Bildelemente sind auf dem Bild zu sehen (Personen oder Tiere, Gebäude oder eine Landschaft, Gegenstände oder Symbole). Falls das Bild eine bestimmte Situation oder Handlung zum Ausdruck bringt (das ist nicht bei alle Bildquellen der Fall), versuche sie mit eigenen Worten zu beschreiben. Versuche für deine Beschreibung geeignete Adjektive zu finden. Kläre zuletzt, welche Perspektive der Zeichner, Künstler oder Fotograf eingenommen hat und welchen Ausschnitt das Bild zeigt. Wirkt es eventuell inszeniert oder gestellt?

  • Auf dem Bild sind …
  • Auf dem Bild ist zu erkennen, dass …
  • Die Perspektive des [Zeichners, Künstlers, Fotografen] …

Absicht (Intention)

Lässt die Bildquelle eine bestimmte Absicht (Intention) des Zeichners, Künstlers oder Fotografen erkennen?

  • [Urheber] verfolgte mit seiner [Quellenart] zusammenfassend also die Absicht…
  • [Adressat] sollte überzeugt werden, dass …

 

B | Einordnung der Bildquelle in den historischen Zusammenhang

Historischer Zusammenhang

Bisher hast du dich nur mit dem Bild „an sich“ beschäftigt. Jetzt sollst du die historischen Hintergründe erklären, die wichtig sind, um das Motiv, die Botschaft und die vom Zeichner, Künstler oder Fotografen eingenommene Perspektive zu beurteilen. Oft werden mehrere Themen in einer Bildquelle angesprochen, die in unterschiedliche historische Zusammenhänge eingeordnet werden müssen.

  • Die Bildquelle entstand zur Zeit …
  • Um das Motiv / die Motive / die Botschaft / die Perspektive der Bildquelle zu verstehen, muss man wissen …
  • Außerdem muss man wissen, dass …

 

C | Beurteilung der Bildquelle

Frage

Um die Bildquelle abschließend zu beurteilen, ist es zunächst wichtig, eine eigene Frage an sie zu richten. Die Fragestellung ergibt sich aus deinen Ergebnissen der historischen Einordnung.

  • Angesichts … stellt sich nun die Frage …

Es fällt oft nicht leicht, diese Frage zu formulieren – deshalb hier ein Beispiel:

  • Zum Modul „Der dritte Stand“: Angesichts der Aufteilung der Gesellschaft Frankreichs in drei Stände und den zunehmenden sozialen Spannungen in den Jahren vor der Französischen Revolution stellt sich nun die Frage, ob die in der Karikatur zum Ausdruck kommende Kritik berechtigt war.

Beurteilung

Bewertung

Anhand der Fragestellung kannst du jetzt eine Beurteilung der Bildquelle vornehmen. Berücksichtige dabei, dass wir das Denken und Handeln von Menschen, die in der Vergangenheit lebten, nicht nur mit heutigen Maßstäben beurteilen können. Begründe dein Urteil sorgfältig.

  • Die Aussagen der Bildquelle / die Intention von [Autor] ist als zutreffend / beschönigend / kritisch / dramatisierend / übertrieben zu beurteilen, weil … [Ergebnisse der historischen Einordnung]
  • Die vom [Zeichner, Künstler, Fotografen] eingenommene Perspektive lässt sich erklären, wenn …
  • Gemessen an den damaligen Umständen …

Bei einigen Bildquellen bietet es sich an, auch noch seine eigene Haltung gegenüber dem Bild  zum Ausdruck zu bringen, sie also zu bewerten.

  • Aus heutiger Sicht …

 

Den ersten Eindruck überprüfen

Gehe noch einmal zurück an den Anfang und lies dir durch, welche ersten Eindrücke du notiert hast. Hat sich dein Eindruck bestätigt? Oder siehst du die Bildquelle jetzt mit anderen Augen?

  • Nach der gründlichen Analyse der Quelle war mein erster Eindruck …

 

 

Module | Bildquellen untersuchen

Grundsätzlich kann jede Bildquelle nach dem Verfahren der Quellenanalyse untersucht werden. In den folgenden acht segu-Modulen findet sich das Verfahren in der Aufgabenstellung. So kannst du die Untersuchung von Bildquellen üben.

Alte Welt trifft neue Welt | Bilder der „Entdeckung“ Amerikas | Gemälde
Der dritte Stand | Karikatur | Karikatur
Die Jakobiner-Herrschaft | „Tugend und Terror“ | Karikatur
Weberaufstand | Folgen und Wirkung | Gemälde
Perspektiven auf das Brandenburger Tor | Fotos
„Jeder Schuss ein Russ…“ | Feindbilder | Bildpostkarten – Plakate
Krise der Weimarer Republik | Wahlplakat | Wahlplakat
Propaganda | Macht der Bilder | Fotos

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Methode | Textquellen untersuchen https://segu-geschichte.de/textquellen/ Wed, 23 Nov 2016 11:12:57 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=16058 Bilder: beide Public Domain   Methode | Textquellen untersuchen  hier als pdf    Viele Spuren aus der Vergangenheit liegen uns als Textquellen vor. Die Analyse von Textquellen ist deshalb eine wichtige Methode des Geschichtsunterrichts. Auf dieser Seite findest du erstens ein Muster, wie Textquellen in drei Schritten untersucht werden können (die Formulierungshilfen sind nur Vorschläge) und zweitens eine Auflistung verschiedener segu-Module zu unterschiedlichen Arten von Textquellen (am Seitenende).   A | Beschreibung der Textquelle Autor Entstehungs-zeitpunkt Anlass Informiere dich zu Beginn über den Autor oder die Autorin. Was weißt du über die Person, ihre Herkunft und Position sowie ihr Denken (politische Orientierung, Wertvorstellungen)? Berücksichtige dabei den Entstehungszeitpunkt der Quelle und (falls ersichtlich) den Anlass ihrer Entstehung. Die Quelle wurde von [Autor] im Jahr/am ... weiterlesen ...

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textquelle-2Bilder: beide Public Domain

 

Methode | Textquellen untersuchen  hier als pdf 

 

Viele Spuren aus der Vergangenheit liegen uns als Textquellen vor. Die Analyse von Textquellen ist deshalb eine wichtige Methode des Geschichtsunterrichts. Auf dieser Seite findest du erstens ein Muster, wie Textquellen in drei Schritten untersucht werden können (die Formulierungshilfen sind nur Vorschläge) und zweitens eine Auflistung verschiedener segu-Module zu unterschiedlichen Arten von Textquellen (am Seitenende).

 

A | Beschreibung der Textquelle

Autor

Entstehungs-zeitpunkt

Anlass

Informiere dich zu Beginn über den Autor oder die Autorin. Was weißt du über die Person, ihre Herkunft und Position sowie ihr Denken (politische Orientierung, Wertvorstellungen)? Berücksichtige dabei den Entstehungszeitpunkt der Quelle und (falls ersichtlich) den Anlass ihrer Entstehung.

  • Die Quelle wurde von [Autor] im Jahr/am [Entstehungszeitpunkt] verfasst.
  • [Autor] war zu dieser Zeit …
  • Der Autor der Quelle ist unbekannt. / Der Entstehungszeitpunkt der Quelle ist unbekannt.
  • Anlass war …

Quellenart

Adressat

Um was für eine Textquelle handelt es sich? Es gibt verschiedene Quellenarten – z.B. Urkunden und Akten, Briefe oder Berichte, Reden oder Lieder, Chroniken oder Zeitungsartikel, Tagebücher oder andere Veröffentlichungen. Damit wird auch klar, wer der Adressat des Textes war. Beispielsweise sind Briefe oder interne Aufzeichnungen an einzelne Personen adressiert, Reden oder Zeitungsartikel aber an die breite Öffentlichkeit.  Kläre auch, ob du die ganze Quelle vorliegen hast oder nur einen Textauszug.

  • Bei der Quelle/bei dem Textauszug handelt es sich um [Quellenart], die an [Adressat] gerichtet war.

Thema

Inhalt

Argumentation

Fasse das Thema der Quellen in einem Satz zusammen und gib dann den Inhalt genauer wieder: Welche Aussagen finden sich im Text? Beschreibe anschließend die Argumentation und berücksichtige auch sprachliche Mittel (z.B. Übertreibungen, abschätzige Wörter usw.) Falls dir Widersprüche in der Argumentation auffallen, kannst du darauf hinweisen.

  • Thema der Quelle ist …
  • [Autor] schreibt über / behauptet / vertritt dabei die These …
  • Um die Argumentation besser nachzuvollziehen, lässt sich die Quelle in [Zahl] Sinnabschnitte gliedern …
  • [Autor] geht darauf ein / berichtet über / stellt vor / zählt auf / erklärt / bestreitet / weist zurück / kritisiert / präzisiert / beurteilt / fasst zusammen / appelliert / kommt zu dem Schluss …
  • Als Argumente führt [Autor] an, dass…
  • Die Argumentation ist widersprüchlich, weil …
  • Bei der verwendeten Sprache fällt auf, dass …

Absicht (Intention)

Abschließend lässt sich aus allen bisherigen Schritten die Absicht des Autors zusammenfassen.

  • [Autor] verfolgte mit seiner [Quellenart] zusammenfassend also die Absicht…
  • [Adressat] sollte überzeugt werden, dass …

 

B | Einordnung der Textquelle in den historischen Zusammenhang

Historischer Zusammenhang

Bisher hast du dich nur mit dem Text „an sich“ beschäftigt. Jetzt sollst du die historischen Hintergründe erklären und einordnen, die wichtig sind, um die Absicht des Autors zu beurteilen. Beziehe diese Einordnung immer nur auf die Ereignisse aus der Zeit bis Entstehung der Quelle – es sei denn, der Autor stellt in der Quelle eine Prognose für die Zukunft. Dann kannst du einschätzen, ob er damit recht hat oder nicht. Oft gibt es mehrere Aussagen in einer Quelle, die in unterschiedliche historische Zusammenhänge eingeordnet werden müssen.

  • Die Quelle entstand zur Zeit …
  • Um die Aussage(n) der Quelle zu verstehen, muss man wissen …
  • Die Aussage [A, B, C] bezieht sich auf…
  • Außerdem muss man wissen, dass …

 

C | Beurteilung der Textquelle

Fragestellung

 

Um die Quelle abschließend zu beurteilen, ist es zunächst wichtig, eine eigene Frage an den Text zu richten. Die Fragestellung ergibt sich aus deinen Ergebnissen der historischen Einordnung.

  • Angesichts … stellt sich nun die Frage, ob …

Es fällt oft nicht leicht, diese Frage zu formulieren – deshalb ein Beispiel:

  • Zum Modul „Jakobiner-Herrschaft“: Angesichts des „großen Terrors“ 1793/94 und der oft willkürlichen Hinrichtung Zehntausender stellt sich nun die Frage, ob die Jakobiner „unbeugsame Gerechtigkeit“ ausübten, wie es Robespierre in seiner Rede behauptet. 

Beurteilung

Bewertung

Anhand der Fragestellung kannst du jetzt eine Erklärung und Beurteilung der Textquelle vornehmen. Berücksichtige dabei, dass wir das Denken und Handeln von Menschen, die in der Vergangenheit lebten, nicht nur mit heutigen Maßstäben beurteilen können. Begründe dein Urteil sorgfältig.

  • Die Aussagen der Quelle / die Intention von [Autor] ist als zutreffend / angemessen / kritisch / verzerrt / tendenziös zu beurteilen, weil … [Ergebnisse der historischen Einordnung]
  • Gemessen an den damaligen Umständen …
  • Abschließend muss zu der Quelle gesagt werden, dass …

Bei einigen Quellen bietet es sich an, auch noch seine eigene Haltung gegenüber der Quelle zum Ausdruck zu bringen, sie also zu bewerten

  • Aus heutiger Sicht …

 

Module | Textquellen untersuchen

Grundsätzlich kann jede Quelle nach dem Verfahren der Quellenanalyse untersucht werden. In den folgenden zwölf segu-Modulen findet sich das Verfahren in der Aufgabenstellung. So kannst du die Untersuchung von Textquellen üben.

Sturm auf die Bastille | Perspektiven vergleichen | Zeitungsartikel
Die Jakobiner-Herrschaft | „Tugend und Terror“ |  Rede
„Oh König von Preußen…“ | Lied
Migration | Ein Brief aus San Francisco | Auswandererbrief
Bismarck | Bündnispolitik | „Der Vernünftigere gibt nach.“ | Rede
Militarismus | „… müsst ihr Meine Befehle ohne Murren befolgen.“ | Rede
Imperialismus – Kolonialismus – Rassismus | Rede – Manifest – Buchpublikation
Im Schützengraben | Feldpostbrief
Versailler Vertrag | „Eine Ordnung des Friedens“? | Aufzeichnung – Denkschrift
Quellen aus dem Jahr 1933 | „Bleibt abzuwarten was nun kommt!“ | Brief – Verordnung – Aufzeichnungen
Umgang mit der NS-Vergangenheit | Grabstätte Walter Müller | Brief
„… dass ich noch gesund bin.“ | Feldpostbriefe

 

Hilfestellung zur Quellenanalyse

Arbeitsblatt

Vergangenheit und Geschichte – Quellen und Darstellungen – Geschichtswissenschaft und Geschichtskultur 

hier als pdf herunterladen

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Brandenburger Tor | Perspektiven https://segu-geschichte.de/brandenburger-tor/ Sat, 19 Nov 2016 14:38:36 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=15969 Quellen untersuchen: Fotos | Digitale Zeitleiste: Längsschnitt | Historische Orte | Mediengeschichte | ◻◻ mittel | ca. 30 min Die Zeitleiste Perspektiven auf das Brandenburger Tor befindet sich im Aufbau (Start: 21. November 2016). In den kommenden Monaten werden zahlreiche weitere Fotos in die Zeitleiste eingefügt. Auf twitter werden alle neuen Einträge unter @historischeOrte angezeigt. Alle Fotos dieser Zeitleiste stehen entweder unter Creative Commons-Lizenz oder sind gemeinfrei (Public Domain). Unter Angabe der Quelle und der Lizenz können sie unbedenklich auch auf anderen Seiten veröffentlicht werden. Haben Sie Vorschläge für weitere Fotos (auch aus Privatbesitz), die sich für die Zeitleiste eignen könnten? Bitte mailen Sie an kontakt@segu-geschichte.de. Das Brandenburger Tor gilt als das bekannteste „gebaute“ Nationalsymbol Deutschlands. Das zwischen 1788 bis ... weiterlesen ...

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Quellen untersuchen: Fotos | Digitale Zeitleiste: Längsschnitt | Historische Orte | Mediengeschichte | ◻◻ mittel | ca. 30 min

Die Zeitleiste Perspektiven auf das Brandenburger Tor befindet sich im Aufbau (Start: 21. November 2016). In den kommenden Monaten werden zahlreiche weitere Fotos in die Zeitleiste eingefügt. Auf twitter werden alle neuen Einträge unter @historischeOrte angezeigt. Alle Fotos dieser Zeitleiste stehen entweder unter Creative Commons-Lizenz oder sind gemeinfrei (Public Domain). Unter Angabe der Quelle und der Lizenz können sie unbedenklich auch auf anderen Seiten veröffentlicht werden. Haben Sie Vorschläge für weitere Fotos (auch aus Privatbesitz), die sich für die Zeitleiste eignen könnten? Bitte mailen Sie an kontakt@segu-geschichte.de.

Das Brandenburger Tor gilt als das bekannteste „gebaute“ Nationalsymbol Deutschlands. Das zwischen 1788 bis 1791 im frühklassizistischen Stil errichtete Stadttor erlangte – nach Napoleons Raub der Quadriga 1806 und ihrer Rückkehr 1814 – symbolische Bedeutung erstens als Repräsentationsort des preußischen Königtums, zweitens als Erinnerungsort an die Befreiungskriege für die damals noch junge Nationalbewegung. Auch im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus  war das Brandenburger Tor wichtiger Ort politischer Inszenierungen. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde es seit dem Bau der Mauer 1961 das Symbol nicht nur der deutschen Teilung, sondern auch des Eisernen Vorhangs quer durch Europa. Seit dem Fall der Mauer 1989 hat das Tor noch einmal seine symbolische Bedeutung verändert – jetzt als Symbol der überwundenen Teilung.

Die Zeitleiste Perspektiven auf das Brandenburger Tor dokumentiert in historischen Fotografien die wechselvolle Bedeutung des historischen Orts seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Fotos zeigen: Das Stadttor diente häufig politischer Inszenierung und Instrumentalisierung – einerseits. Andererseits war das mitten im politischen Zentrums Berlins gelegene Bauwerk Schauplatz bedeutender Ereignisse, aber auch ganz alltäglicher Straßenszenen.

 

Aufgabe

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Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

Stichworte zum Modul Perspektiven auf das Brandenburger Tor | Berlin | Brandenburg Gate | Brama Brandenburska | Porte de Brandebourg | Puerta de Brandeburgo | Brandenburg Kapısı | historische Orte | Quadriga | Eirene | Viktoria | Alltag | Ereignisse | Bildquellen | Fotos | Inszenierungen | Deutsch-französischer Krieg | 1871 | Reichstag | Max Liebermann | Unter den Linden | Novemberrevolution 1918 | Spartakusaufstand 1919 | Kapp-Putsch 1920 | Fotograf Georg Pahl | Wahlkampf | Kaiserreich | Weimarer Republik | Zeppelin | Friedrich Ebert | Amanullah Khan | Verfassungstag | Eiserner Gustav | 30. Januar 1933 | Nationalsozialismus | Machtergreifung | Olympische Spiele 1936 | Paul von Hindenburg | Hindenburgplatz | Adolf Hitler | 1945 | Rote Armee  | Zweiter Weltkrieg | Schwarzmarkt | Tiergarten | Straßenszene | Deutschlandtreffen der Jugend | Fahrzeugkontrolle | Kalter Krieg | Mauerbau | Berliner Mauer | 13. August 1961 | DDR | Bundesrepublik Deutschland | Westberlin | Ostberlin | Deutsche Teilung | Ost-West-Konflikt | Eiserner Vorhang | John F. Kennedy | Pariser Platz | Jassir Arafat | Fidel Castro | Michail Gorbatschow | Ronald Reagan | Fall der Mauer | Mauerfall | 9. November 1989 | Grenztruppen | Mauerspecht | Öffnung | Grenzübergang | Fanmeile | Fußball WM 2006 | Lichtgrenze | Gedenktag | Volksaufstand 17. Juni 1953 | Nachtaufnahme | Winterlandschaft | Winterspaziergang | Wagenrad | CSD | Christopher Street Day | Silvester

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Vereinigung 1990 | „The Fourth German Reich“? https://segu-geschichte.de/vereinigung/ Mon, 14 Nov 2016 08:34:50 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=15795 Bundesrepublik Deutschland | Modul 8 | Quellen untersuchen: Testquellen | Wandel | ◻◻ mittel | ca. 30 min Waltraud Grubitzsch: „Umflaggen“ von DDR-Fahnen – durch das Heraustrennen des DDR-Emblems von Hammer und Zirkel konnten die Fahnen als schwarz-rot-goldene Flaggen im vereinten Deutschland genutzt werden | Foto vom 20. September 1990 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Grubitzsch (geb. Raphael), Waltraud / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-1990-0920-012, Leipzig, Näherinnen entfernen DDR-Symbole, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia): Bild anklicken   Während der friedlichen Revolution in der DDR war oft der Spruch „Wir sind das Volk“ zu hören. Schon kurz nach dem Fall der Mauer am 9. November wurde der Slogan abgewandelt: Viele Menschen riefen jetzt „Wir sind ein Volk“ und drückten damit ihren ... weiterlesen ...

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Bundesrepublik Deutschland | Modul 8 | Quellen untersuchen: Testquellen | Wandel | ◻◻ mittel | ca. 30 min

Waltraud Grubitzsch: „Umflaggen“ von DDR-Fahnen – durch das Heraustrennen des DDR-Emblems von Hammer und Zirkel konnten die Fahnen als schwarz-rot-goldene Flaggen im vereinten Deutschland genutzt werden | Foto vom 20. September 1990 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Grubitzsch (geb. Raphael), Waltraud / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-1990-0920-012, Leipzig, Näherinnen entfernen DDR-Symbole, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia): Bild anklicken

 

Während der friedlichen Revolution in der DDR war oft der Spruch „Wir sind das Volk“ zu hören. Schon kurz nach dem Fall der Mauer am 9. November wurde der Slogan abgewandelt: Viele Menschen riefen jetzt „Wir sind ein Volk“ und drückten damit ihren Wunsch nach einer Vereinigung Deutschlands aus.

Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) stellte am 28. November (also nicht einmal drei Wochen nach dem Fall der Mauer) im Bundestag ein 10 Punkte-Programm vor, in dem er als Ziel formulierte: „Die Wiedervereinigung, das heißt die Wiedergewinnung der staatlichen Einheit Deutschlands, bleibt das politische Ziel der Bundesregierung.“ In den kommenden Monaten wurde sowohl im In- als auch im Ausland über den Weg der Vereinigung von Bundesrepublik und DDR kontrovers gestritten. Im Wahlkampf vor den einzigen freien Wahlen der DDR am 18. März 1990 war die Haltung der Parteien zur Vereinigung das vorherrschende Thema. Außenpolitisch gelang es Kohl, die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs in den Verhandlungen über den  Zwei-plus-Vier-Vertrag für das Projekt der Vereinigung zu gewinnen und – nach 45 Jahren – eine verbindliche Friedensordnung für die Nachkriegszeit zu schaffen. So wurden bis zum Herbst 1990 die außenpolitischen Weichen für die Einheit Deutschlands gestellt. Der Bundestag und die Volkskammer der DDR beschlossen, den Vereinigung am den 3. Oktober 1990 zu vollziehen.

In diesem Modul lernst du die Sicht des Auslands auf den Prozess der Vereinigung vom November 1989 bis zum Herbst 1990 anhand verschiedener Quellen kennen – sowohl von Politikern als auch von Journalisten.

 

Aufgaben

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Stichworte zum Modul Deutsche Vereinigung 1990 | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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1968 | Studentenproteste https://segu-geschichte.de/1968-studentenproteste/ Mon, 14 Nov 2016 08:32:04 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=15790 Bundesrepublik Deutschland | Modul 6 | Quellen untersuchen: Bildquellen | Umbrüche | ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe Ludwig Binder: Demonstration gegen den Vietnamkrieg auf dem Kurfürstendamm, Foto vom 21. Oktober 1967 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Stiftung Haus der Geschichte, Ludwig Binder Haus der Geschichte Studentenrevolte 1968 2001 03 0275.0011 (16910985309), CC BY-SA 2.0, via Wikimedia): Bild anklicken   In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre kam es vielen Ländern – beispielsweise in den USA oder in verschiedenen Staaten Westeuropas – zu einer wachsenden Proteststimmung vornehmlich unter Studenten. In Deutschland werden diese Proteste heute als 68er-Bewegung bezeichnet. Die Auflehnung richtete sich gegen den Krieg der USA in Vietnam, gegen den von den Studenten als autoritär ... weiterlesen ...

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Bundesrepublik Deutschland | Modul 6 | Quellen untersuchen: Bildquellen | Umbrüche | ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe

Ludwig Binder: Demonstration gegen den Vietnamkrieg auf dem Kurfürstendamm, Foto vom 21. Oktober 1967 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Stiftung Haus der Geschichte, Ludwig Binder Haus der Geschichte Studentenrevolte 1968 2001 03 0275.0011 (16910985309), CC BY-SA 2.0, via Wikimedia): Bild anklicken

 

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre kam es vielen Ländern – beispielsweise in den USA oder in verschiedenen Staaten Westeuropas – zu einer wachsenden Proteststimmung vornehmlich unter Studenten. In Deutschland werden diese Proteste heute als 68er-Bewegung bezeichnet. Die Auflehnung richtete sich gegen den Krieg der USA in Vietnam, gegen den von den Studenten als autoritär empfundenen Staat und auch gegen die Generation der Eltern.

 

Aufgaben

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Vertiefende Aufgabe | optional | zu Hause zu bearbeiten

3 | Gibt es in deiner Familie oder deinem Bekanntenkreis eine Person, die in den 1960er Jahren gelebt hat sich an die Jahre um 1968 selbst erinnert? Du kannst sie bitten, ob sie folgende vier Fragen beantworten möchte.

  • An welche Ereignisse um das Jahr 1968 kannst du / können Sie sich noch erinnern?
  • Was hast du / haben Sie von den Studentenprotesten mitbekommen?
  • Wie war deine / Ihre Haltung zu den Studentenprotesten damals?
  • Und wie beurteilst du / beurteilen Sie die Studentenproteste heute?

 

Stichworte zum Modul Studentenproteste 1968 | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Fotos | APO | Rudi Dutschke | Vietnamkongress | 68er-Bewegung | Benno Ohnesorg | 2. Juni 1967

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder in deine Geschichtsmappe schreiben – ganz einfach mit Stift und PapierDu kannst die Antworten aber auch in die Textfelder unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Klicke dafür auf das Drucker-Symbol. Hier erhältst du weitere Informationen

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Frauen in der DDR | “Was soll ich denn machen?” https://segu-geschichte.de/frauen/ Mon, 14 Nov 2016 08:21:03 +0000 https://segu-geschichte.de/?page_id=15781 Deutsche Demokratische Republik | Modul 4 | Quellen untersuchen: Textquellen | Gleichberechtigung ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale, vertiefende Aufgabe: 20 min Kindergarten in Stalinstadt (ab 1961: Eisenhüttenstadt), Foto vom 21. August 1954 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Bundesarchiv Bild 183-26012-0004, Eisenhüttenstadt, Kindergarten I, Sandkasten, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia): Bild anklicken   Als ein wichtiges politisches Ziel galt in der DDR bereits seit ihrer Gründung die Gleichberechtigung von Frau und Mann. Anders als in der Bundesrepublik Deutschland, wo noch bis in die 1960er Jahre am traditionellen Familienmodell (Rollenaufteilung: Mann arbeitet, Frau als Mutter und Hausfrau) festgehalten wurde, schuf die DDR-Führung Voraussetzungen dafür, dass Frauen einen Beruf ergreifen konnten. Als wichtige Voraussetzung hierfür wurden schon ab den 1950er ... weiterlesen ...

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Deutsche Demokratische Republik | Modul 4 | Quellen untersuchen: Textquellen | Gleichberechtigung ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale, vertiefende Aufgabe: 20 min

Kindergarten in Stalinstadt (ab 1961: Eisenhüttenstadt), Foto vom 21. August 1954 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Bundesarchiv Bild 183-26012-0004, Eisenhüttenstadt, Kindergarten I, Sandkasten, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia): Bild anklicken

 

Als ein wichtiges politisches Ziel galt in der DDR bereits seit ihrer Gründung die Gleichberechtigung von Frau und Mann. Anders als in der Bundesrepublik Deutschland, wo noch bis in die 1960er Jahre am traditionellen Familienmodell (Rollenaufteilung: Mann arbeitet, Frau als Mutter und Hausfrau) festgehalten wurde, schuf die DDR-Führung Voraussetzungen dafür, dass Frauen einen Beruf ergreifen konnten. Als wichtige Voraussetzung hierfür wurden schon ab den 1950er Jahren Kindergärten und Kinderkrippen eingerichtet. In den 1980er Jahre betrug die Beschäftigungsquote von Frauen etwa 90 Prozent (in Westdeutschland damals nur etwa 50 Prozent). Symbolisch fand die Gleichberechtigung im Internationalen Frauentag ihren Ausdruck: Wie in allen sozialistischen Staaten wurde den Frauen jeweils am 8. März große Beachtung geschenkt, während der Tag in Westdeutschland kaum eine Rolle spielte.

Die DDR-Führung verfolgte mit der Gleichberechtigung auch das Ziel, dem Arbeitskräftemangel nach dem Zweiten Weltkrieg (in dem überproportional viele Männer im arbeitsfähigen Alter ums Leben gekommen waren) entgegenzuwirken. Auch in der DDR lebte die Vorstellung lange weiter, dass Haushalt und Kinder in den „Zuständigkeitsbereich“ der Frauen fallen. Deshalb waren viele berufstätige Frauen mit Familie und Kindern einer anstrengenden Doppelbelastung ausgesetzt.

 

Aufgaben

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Stichworte zum Modul Frauen in der DDR | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Gleichstellung von Mann und Frau | Kinderkrippen | Kindergarten | Frauentag | Vereinbarkeit Beruf und Familie

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