Zeitalter der Aufklärung (englisch »age of
enlightenment«, französisch »siècle des lumières«) -
Dominierte im 18. Jahrhundert das geistige Leben in ganz Europa und
Nordamerika.
Entscheidend bestimmt von den Gedanken der Aufklärung: Die
Unabhängigkeitserklärung der USA und die Französische Revolution.
Europa im 17.
Jh.: Absolutismus - uneingeschränkte
Herrschaft des Königs oder Fürsten. Sogar der Adel hatte politisch nichts mehr
zu sagen (hatte sonst aber wichtige Vorrechte=Privilegien, z.B. Erträge aus
Grundstücken).
Das Bürgertum war nun ein wichtiger
Teil der Gesellschaft geworden: Handel, Wirtschaft.
Vor allem aus dem gebildeten Bürgertum wuchs die Kritik an der ständischen Ordnung und die Idee einer menschlichen, vernunftgeprägten Welt .
Wie reagierten die Mächtigen darauf?
Der deutsche und der österreichische Kaiser (Friedrich der Große und Joseph
II.) bemühten sich um Reformen (aufgeklärter Absolutismus). In Frankreich
dagegen unterdrückte das Régime alle Ansätze zu Veränderungen - hier brachte
die Aufklärung ihre radikalsten Vertreter hervor (Enzyklopädisten: Sammlung und
Aufbereitung aller Wissensgebiete im Sinne der Aufklärung).
An den Humanismus anknüpfend ‑ darüber hinausgehend:
Kritik am Wahrheitsanspruch der Kirche
und am absoluten Herrschaftsanspruch der Monarchie
Dagegen steht die freie Vernunft des
Menschen (die in jedem Menschen angelegt ist!). Der Mensch tut das Wahre, Gute
durch Einsicht, auch ohne Furcht vor
Hölle und Strafe (Idealismus) (siehe
auch "Erziehung"). Vernunft wird dabei nicht als Gegensatz zu Gefühl
verstanden!
Ideen der Freiheit (statt Absolutismus), Gleichheit (statt Ständeordnung), Toleranz (statt Dogmatismus), Erfahrung und wissenschaftliche Erkenntnis (statt Vorurteil und Aberglauben). Mündigkeit.
Naturwissenschaften: Erfahrungswissenschaft (Empirismus) (Newton).
Kant (deutscher Philosoph): Aufklärung heisst, die Befreiung des Menschen mit Hilfe der Vernunft »aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit«.
Erziehung war für die Aufklärung von
besonderem Interesse (Rousseau, Pestalozzi). Erziehung muss auf der Natur des
Menschen aufbauen: Vernunft und Menschenrechte
(Rechte des Einzelnen)
Ausdehnung der Erziehungsbestrebungen auf alle Volksschichten, auch auf die
Frauen, Weiterbildung der Erwachsenen.
Menschenrechte gegenüber dem Machtanspruch des Staates.
Literatur: Stellt die aufklärerische
Haltung anschaulich und anregend dar. (Neues Menschenideal)
Hauptvertreter u.a. Lessing (Nathan der
Weise 1779).
Ø Kritik an der alten ständischen Gesellschaftsordnung
Ø Vernunft: in jedem Menschen angelegt.
àIdealismus: der Mensch kommt durch die Entfaltung seiner freien
Vernunft zur richtigen Einsicht.
Ideen: Freiheit, Gleichheit, Toleranz, Mündigkeit
Wissenschaft: durch Kritische Vernunft und durch Beobachtung der Natur (Naturwissenschaft)
Ø Erziehung: Auf natürlicher, vernunftgerechter Grundlage, Erziehung
und Bildung für alle
Ø Literatur: Lessing: (Nathan der Weise)