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Information und Kultur - Kulturgeschichte LITERATURVERZEICHNISSE ERSTELLEN |
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E. LiteraturverzeichnisIn einem Literaturverzeichnis am Schluss der Arbeit werden in alphabetischer Reihenfolge die Autorinnen und Autoren oder die Herausgeberinnen und Herausgeber, deren Werke man benützt hat, aufgeführt. Eine Literaturangabe muss die Informationen enthalten, die es einem ermöglichen, das betreffende Werk in einer Bibliothek ausfindig zu machen, d.h. mindestens Angaben zur/zum Autorin/Autor (Name, Vorname), Titel, Erscheinungsort und Jahr einer Veröffentlichung . Es empfiehlt sich im Interesse des Lesenden, sich nicht nur auf die Angabe der unbedingt notwendigen Informationen zu beschränken, sondern diese zu erweitern, indem man etwa Untertitel, angibt, die wissenschaftliche Reihe, in der ein Werk erscheint, aufführt oder auf die Auflage hinweist (wobei die erste Auflage eines Buches nicht speziell zu erwähnen ist). Die Art der Literaturangabe ist nicht streng vorgeschrieben, sie muss jedoch eine innere Logik und alle nötigen Angaben aufweisen. So können auch Sonderfälle mehr oder weniger einheitlich bibliographiert werden. Nachfolgend einige Beispiele von Literaturangaben. Beispiele von LiteraturangabenBücher Ein Autor Best, Otto F.: Das verbotene Glück. Kitsch und Freiheit in der deutschen Literatur. München 1978. Mehrere AutorInnen: Frick, René / Mosimann, Werner: Lernen ist lernbar. Eine Anleitung zur Arbeits- und Lerntechnik. Aarau 1994. Ein oder mehrere HerausgeberInnen: Rüdiger, Horst (Hg.): Literatur und Dichtung. Versuch einer Begriffsbestimmung . Stuttgart 1973. Buch in einer wissenschaftlichen Reihe: Wailes, Stephan L.: Studien zur Kleindichtung des Stricker . Berlin 1981 (= Philologische Studien und Quellen; 104). Mehrere Auflagen: Brinker, Klaus: Linguistische Textanalyse. Eine Einführung in Grundbegriffe und Methoden . 2., durchgesehene und erweiterte Auflage. Berlin 1988 (= Grundlagen der Germanistik; 29). Kommentar: Es ist sinnvoll, die Vornamen der AutorInnen auszuschreiben, da man daraus meist das Geschlecht der AutorInnen erkennen kann. Den Titel zu kursivieren, erleichtert das Lesen der Bibliographie. Publikationsort und -jahr sind für Bibliotheksbestellungen unerlässlich. Die Angabe der Auflage ist vor allem dann sinnvoll, wenn es sich um eine überarbeitete und nicht nur nachgedruckte Auflage handelt. Wenn das Buch in einer Reihe erschienen ist, wird diese angegeben; dies erleichtert das Auffinden in Bibliotheken, da Reihen oft gesondert inventarisiert sind. Den Verlag anzugeben erleichtert das Bestellen in Buchhandlungen. AufsätzeAufsatz in einem Sammelband (Name, Vorname. In: . [Angaben zum Sammelband, vgl. oben]) Schmitt, Jean-Claude: Die Geschichte der Aussenseiter . In: Le Goff, Jacques / Chartier, Roger / Revel, Jacques (Hg.): Die Rückeroberung des historischen Denkens. Grundlagen der Geschichtswissenschaft. (Franz. Original 1988). Frankfurt a. M. 1990. S. 201-243. Kommentar: Das In: signalisiert dem Leser, dass es sich hier um einen Beitrag aus einem Sammelband handelt. Herausgeber und Titel des Sammelbandes müssen vollständig sein, damit das Buch bestellt werden kann. Vorname und Name des Herausgebers müssen nicht unbedingt gedreht werden, da hier nicht alphabetisch gelistet wird. Wichtig ist, dass die Seitenzahlen des Beitrages angegeben werden. Aufsatz in einer Zeitschrift (zusätzliche Angabe der Zeitschrift, der Zeitschriftennummer, des Jahrgangs) Spinner, Kaspar H.: Literaturunterricht und moralische Entwicklung . In: Praxis Deutsch 95/1989 (16. Jg.). S. 13-19. Artikel in einer Zeitung (zusätzliche Angabe von Name der Zeitung, falls unklar: Erscheinungsort, Datum, Seitenangabe) Fischer, Fritz: Lohnt es sich noch, Geschichte zu studieren? In: Die Zeit (Hamburg), Nr. 40, 6.10.1967. S. 24. Kommentar: Die Zeitschrift muss mit ihrem Titel, ihrem Jahrgang und ihrer Nummer angegeben werden. Ebenso müssen die Seitenzahlen des Beitrages aufgeführt sein. Bei unbekannten Zeitungen sollte der Publikationsort in Klammern dazu gesetzt werden. Angegeben werden die Nummer, das genaue Erscheinungsdatum und die Seitenzahl, evtl. auch der Jahrgang der Zeitung. Elektronische MedienFernsehen (Sendung. Titel. Sender. Datum) Arena. "Benzingelder für die Neat?" SF (Schweizer Fernsehen) DRS. 24. Februar 1995. Radio (Sendung. Titel. Sender. Datum) Pulsnehmer. "Impotenz". Radio 24 (Zürich). 14. März 1991. Internet-Beispiele (Verfasser: Titel. Adresse. Datum.) Rohrer, Tim: Annotated Bibliography of Metaphor and Cognitive Sience . http://metaphor.uroegon.edu/metaphor.html (The Metaphor Site). 12.10.1995. Ramer, Alexis M.: Summary: Relative Chronology of Sound Changes . In: LINGUIST List Vol 6.1747. http://www.ling.rochester.edu/linguist/6-1747.html . 15.12.1995. Varianten von bibliographischen AngabenBaker 1985: Mark C. Baker: The Mirror Principle and Morphosyntactic Explanation. In: Linguistic Inquiry 1 6/ 3. S. 373-415. Baker 198 8 a: Mark C. Baker: Incorporation: a theory of grammatical function changing. Chicago, London: The University of Chicago Press. Baker 198 8b : Mark C. Baker: Morphology and Syntax: An Interlocking Independence. In: Martin Everaert, Arnold Evers, Riny Huybregts und Mieke Trommelen (Hg.): Morphology and Modularity . Dordrecht: Foris (= Publications in Language Sciences 29). S. 9-32. Duden IV 1984: Die Grammatik. Mannheim: Dudenverlag (= Duden Band 4). Kommentar: In diesen Beispielen wurden die im Lauftext verwendeten Kürzel (Bsp.: Baker (1988b: 22) ) im Sinne eines Abkürzungsverzeichnisses in die Bibliographie aufgenommen. Dies ermöglicht vor allem bei längeren Bibliographien ein schnelles Auffinden der Literaturangabe. Darüber hinaus kann die Zitieren und Verweisen auf das LiteraturverzeichnisZur Wiederholung: In einer Facharbeit (als Vorstufe einer Seminararbeit an einer Hochschule) muss offengelegt werden, auf welchen Quellen die Erkenntnisse und Ergebnisse beruhen. Deshalb muss man alle Quellen und Werke, auf die man sich in der Arbeit stützt, angeben, und zwar: - im Literaturverzeichnis, in dem sämtliche für eine Arbeit benutzten Materialen aufgeführt werden; - jedesmal, wenn im Text auf sie zurückgegriffen wird, also auch wenn nicht im Wortlaut zitiert wird, sondern man sich nur dem Sinn nach auf eine andere Arbeit oder Quelle stützt. Ein Zitat ist die wortwörtliche Wiedergabe eines fremden Textes. Beginn und Ende des Zitats werden durch Anführungs- und Schlusszeichen markiert (oder in einem eigenen Absatz in eine andere Schriftart gesetzt). Werden Teile des fremden Textes ausgelassen, müssen die ausgelassenen Stellen durch drei Punkte in Klammern [...] gekennzeichnet werden. Am Ende des Zitats muss der Verweis auf das entsprechende Original stehen. Man kann fremde Gedanken aber auch dem Sinn nach, also nicht wortwörtlich, übernehmen. Am Ende des übernommen Gedankens muss ebenfalls ein Verweis auf das Originalwerk stehen, der übernommene Gedanke darf aber nicht in Anführungs- und Schlusszeichen stehen. Es gibt verschiedene Formen des Verweisens auf die benutzten Werke. Ich empfehle folgendes: Die genaue Literaturangabe wird im Literaturverzeichnis aufgeführt. Im fortlaufenden Text wird nur der Name der/des Autorin/Autors, das Erscheinungsjahr des Werkes und die Seitenzahl angeführt. Beispiel mit zwei Autoren: Gallmann / Sitta (1995: 15). Also: Namen, Jahr und Seitenzahl ohne Werktitel aufführen. Die Art der Publikation (Sammelband, Zeitschrift etc.) spielt dabei keine Rolle. Bei mehreren AutorInnen kann nur die erste AutorIn angegeben werden, die anderen werden mit dem Kürzel et al. oder auch u. a. repräsentiert: Linke et al. (1994) für: Linke / Nussbaumer / Portmann (1994) . Das Bibliographier-Kürzel kann - wie in diesem Text - in sogenannte Kapitälchen gesetzt werden; dadurch erhöht sich die Signalwirkung, und der Leser kann die für das Verstehen der Gedanken unwichtige bibliographische Angabe überspringen, ohne dass sein Lesefluss gross gestört wird. Die Seitenzahl kann mit einem Doppelpunkt, Komma etc. von der Jahreszahl abgesetzt werden. Jahreszahl und Seitenzahl können mit einer Klammer zusammengefasst werden. Steht die Angabe in Klammern, können diese Klammern weggelassen werden: (vgl. Gallmann / Sitta 1995: 15). Bezieht sich eine Angabe auf zwei folgende Seiten, wird die zweite Seite meist mit der Abkürzung f. (= folgende) repräsentiert: Gallmann / Sitta (1995: 15 f. ) [= Seite 15+16] . Bei mehreren sich folgenden Seiten wird mit ff. abgekürzt: Gallmann/Sitta (1995: 15 ff. ) [= Seite 15-??]. Sinnvoller ist es jedoch, bei mehreren sich folgenden Seiten den genauen Seitenbereich anzugeben: Gallmann/Sitta (1995: 15-45).
Beispiel zum Belegen und Zitieren Den folgenden letzten Abschnitt des Textes habe ich aus einem Buch entnommen. Er soll das Belegen an einem Beispiel veranschaulichen. Zuerst gebe ich einen Gedanken dem Sinn nach wieder, nachher zitiere ich wortwörtlich aus dem Buch und schliesslich führe ich im Literaturverzeichnis die vollständigen bibliographischen Angaben auf.
Einige abschliessende Gedanken zum Schreiben einer FacharbeitEs empfiehlt sich, beim Schreiben der Facharbeit zügig voranzugehen. So verlierst du den Überblick nicht. Du sollst dich also in einer ersten Schreibphase nicht um Einzelheiten und eine besonders sorgfältige Darstellung kümmern. Das kannst du dann machen, wenn es um das Überarbeiten des Entwurfs, das Verfassen der Reinschrift geht. (vgl. Frick / Mosimann 1994: 56) Achte beim Schreiben auf Folgendes (Höflichkeitsform im Original): " Sachlichkeit In kurzen Sätzen verwenden Sie treffende, geläufige Wörter. Ein Synonymwörterbuch hilft Ihnen. Gliederung Achten Sie beim Aufbau der Arbeit darauf, dass Sie Wesentliches vom Unwesentlichen unterscheiden. Eindringlichkeit Zielen Sie auf eine angemessene Länge der einzelnen Textteile und des gesamten Textes; vermeiden Sie Weitschweifigkeit. Andererseits kann Ihr Text zu knapp gehalten sein, so dass Sie Ihre Gedanken kaum für andere einsichtig darlegen können. Nachdem Sie die Arbeit eine Zeitlang weggelegt haben, überarbeiten Sie Ihren Entwurf. Nun achten Sie vor allem auf Verständlichkeit. Haben Sie die Sachverhalte ohne Abschweifungen festgehalten? Ist die Abfolge Ihrer Darlegungen auch für andere einleuchtend und überzeugend? Gibt es für Ihre Texte treffendere Wörter und Wortwendungen? Finden Sie für Ihre Darlegungen noch anschaulichere Beispiele, zwingendere Erklärungen, überzeugendere Fakten? (...) Einige Hinweise zum Schluss Geben Sie Ihre Arbeit einer Kollegin oder einem Kollegen zum Lesen. So erhalten Sie Hinweise auf die gelungene oder mangelhafte Wirkung der Arbeit und auch auf eventuelle Ungereimtheiten. (...) Der Zeitplan hilft Ihnen, den Abschlusstermin einzuhalten." (Frick / Mosimann 1994: 56)
Literaturverzeichnis Frick, René / Mosimann, Werner: Lernen ist lernbar. Eine Anleitung zur Arbeits- und Lerntechnik. Aarau 1994. AUS: http://mypage.bluewin.ch/Looser.Roman/Material-RTF.htm#Facharbeit; 8.11.05 |
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