| SPÄTANTIKE |
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...0-
450 n.Chr |
Mit
den Christen beginnt der Siegeszug des Monotheismus |
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Frühchristliche
Kunst der Spätantike
...0
- 450 n.Chr
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...Der
Glaube an Jesu Frühchristliche
Kunst beinhaltet die Zeit zwischen Christi Geburt und dem Jahr 600 n. Chr.
als sich die christliche Kirche in Italien und im westlichen Mittelmeerraum
bildete. Die bedeutende Periode, zwischen 300 und 750, überschneidet
sich mit der späten Antike. Bis zur Mailänder Edikt (313 n)
von Kaiser Konstantin dem Großen, als das Christentum als Staatsreligion
des Römischen Reiches anerkannt und damit die Verfolgung der Christen
beendet wurde, war christliche Kunst auf die Ausschmückung geheimer
Gebetsstätten und Privathäuser - die für geheime Treffen
genutzt wurden - beschränkt. Mit dem Ursprung in der römischen
Kunst, entwickelte sich eine eigene, christliche Ikonographie, die wesentliche
Glaubensinhalte bildlich ausdrücken konnte. Jesus Christus wurde
durch einen Fisch, ein Kreuz oder ein Lamm symbolisiert oder mit einem
Monogramm durch die zusammengefügten griechischen Buchstaben Chi
und Rho - die Anfangsbuchstaben des griechischen Wortes für Christus-
bezeichnet. Christus wurde oft als bartloser, junger Mann dargestellt,
eine Darstellung, die auf das römische Bild des Apollo zurückgeht.Die
Techniken der antiken Malerei setzten sich in der frühchristlichen
Malerei seit dem 4. Jahrhundert fort, vor allem in den Fresken der römischen
Katakomben. Es taucht immer wieder das Motiv des Hirten mit dem Lamm auf
der Schulter abgebildet, wobei sich aus dem letzteren die Darstellung
Jesu als Gutem Hirten entwickelte. Prototypen des christlichen Erlösungsglaubens
waren alttestamentliche Texte die sich als Parallelen zur Auferstehung
Christi interpretieren ließen, wie die Geschichte von Jonas und
demWal. |
313n
Edikt von Mailand |
Das
Christentum wird geduldet. |
391n
Das Christentum wird Staatsreligion |
Rom:
Basiliken
Kirchenbauten in Ravenna und Byzanz
Sakralkunst im Dienst der Kirche
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| FRÜHES |
MITTELALTER.....450
-1050 n. Chr. |
Völkerwanderung 450-750n
merowingische Zeit |
...Christentum
als Staatsreligion Nach dem Einfall der Germanen in das Römische
Reich und dessen Untergang ,übernehmen die christlichen Kirchen das
römische Erbe und integrieren die germanische Kultur. Anfänge
der Buchmalerei, frühe Blüte: Irland -Viele verlorene kunst(hand)werkliche
Holz- und Knochenschnitzereien:ornamental, mit abstrahierenden Tierformen.
Die insulare Kunst der keltischen Stämme, die vom 7. bis zum 9. Jahrhundert
in den Klöstern der britischen Inseln gepflegt wurde, brachte Meisterwerke
der Buchkunst hervor die durch lineare germanische Muster geprägt
sind, wie das Evangeliar von Lindisfarne (um 698 bis 721, British Museum,
London).In Ravenna finden sich die Zeugnisse der frühen Staatsreligion
>Christentum<. Zu den herausragenden Werken der frühchristlichen
Malerei gehören Mosaiken mit stilisierten Heiligenfiguren, mit denen
die Kirchen von Ravenna aus dem 6. Jahrhundert ausgeschmückt wurden.
Enkaustische Tafelmalerei gab es in Ostrom bis zum Ausbruch des Bilderstreites
(Ikonoklasmus) im 7. Jahrhundert, und Mosaiken wurden zum besonderen Merkmal
byzantinischer Kunst zwischen 330 und 1453. Die byzantinische Kunst begründete
die Tradition der Ikonenmalerei auf Holztafeln. Die Wiederanknüpfung
an den Malstil der klassischen Antike ist in der Buchmalerei der Makedonischen
Renaissance (10./11. Jahrhundert) zu beobachten. |
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KAROLINGISCHE KUNST
......750
- 900 n Chr.
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...Das
Römische Reich deutscher Nationen Karolingische
Renaissance-knüpft an die frühchristliche-römische Vergangenheit
an. Dabei handelte es sich dem Wesen nach um eine Bildungsreform, die
sich unter Alkuin das Ziel gesetzt hatte, das Römische Reich zu erneuern
und die Gesellschaft von ihren geistigen Grundlagen her neu zu formen.
Das Wiederanknüpfen an die römische Reichsidee bildete unter
Karl dem Großen das geistesgeschichtliche Fundament des europäischen
Mittelalters. Durch ihn erhielten Schriften und Bücher eine wichtige
Funktion. So wurden die Schreiber der Hofschule angewiesen, überkommene
christliche Schriften und Texte antiker Autoren, die durch das Abschreiben
in den Klöstern fehlerhaft geworden waren, zu verbessern. Eine Reihe
moderner Editionen klassischer Texte beruhen noch heute auf diesen Abschriften;
so die Alkuin-Bibel, die Bereinigung der Vulgata des Hieronymus. Sie war
das ganze Mittelalter hindurch der verbindliche Bibeltext. Ebenso wichtig
war die Schaffung einer einheitlichen Schrift, der karolingischen Minuskel
auf der Basis der lateinischen Kleinschrift, welche die Vielzahl unterschiedlichster
Schriften ablöste, deren Verwendung sich oft nur auf einzelne Klöster
beschränkte. Die Buchmalerei inspirierte sich einerseits an byzantinischen
Vorbildern, die in der Epoche der Kreuzzüge zunehmend im Westen verfügbar
wurden, und entwickelte andererseits vor allem in zisterziensischen Skriptorien
einen feinlinigen, freien Zeichenstil, der an die Errungenschaften karolingischer
Skriptorien anknüpft (Utrecht-Psalter). Werke:Buchmalerei /Pfalzkapelle
Aachen mit Rückgriff auf die römische Antike.
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OTTONISCHE KUNST
....950-1050n
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...Die
Ottonische Kunst umspannt die Zeit von der Krönung Ottos des
Großen, 936, bis zum Tod Kaiser Heinrichs II., 1024. Sie wird
architektonisch geprägt durch kaiserliche Bauten in Magdeburg, bischöfliche
Stiftungen wie Sankt Michael in Hildesheim und Abteikirchen wie Sankt
Maria im Kapitol in Köln. Zentren sind die sächsischen Stammlande
der Ottonen mit Westfalen, die Gegend um Mittel- und Oberrhein bis zum
Bodensee und der Niederrhein mit Köln, Werden und Essen.
Ein
ottonischer Bau in den sächsischen Stammlanden ist die Damenstiftskirche
Sankt Cyriacus in Gernrode (960-965), eine dreischiffige Basilika. Das
Hauptwerk der sächsischen Baukunst, die Michaeliskirche in Hildesheim,
geht auf eine Stiftung Bischof Bernwards (regierte 993-1022) zurück,
der zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Reiches gehörte.
Sankt Michael, 1022 geweiht, war der Ort zweier heute im und am Dom aufbewahrten
Großwerke des Bronzegusses, der Bernwardstüren von 1015 mit
szenischen Reliefs aus dem Alten und Neuen Testament und der um 1020 gegossenen
Bronzesäule nach dem Vorbild der kaiserzeitlichen Triumphsäulen
Roms mit reliefierten Darstellungen der Wundertaten Jesu. Die ottonische
Buchmalerei gehört zu den glanzvollsten Perioden abendländischer
Malerei und wird durch eine Wiederanknüpfung an die karolingische
Kunst und durch sie an die spätantike Tradition sowie durch die Öffnung
nach Byzanz durch die Heirat Ottos II. mit der Kaisernichte Theophanu
(972) gekennzeichnet. Inbegriff ottonischer Malerei ist das Inselkloster
Reichenau im Bodensee, in dem der klassische Stil der ottonischen Buchmalerei
nach 980 ausgebildet wurde. Der Egbert-Codex aus dem letzten Viertel des
10. Jahrhunderts ist ein Schlüsselwerk - in der sich illusionistische
Malkunst und die monumentale Darstellung der menschlichen Figur in einzigartiger
Weise verbinden.
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